Gleiss Lutz begleitet Frauenrath-Verkauf an Colas

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March 23, 2026
24.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Das Familienunternehmen gibt sein Bau- und Recyclinggeschäft an den französischen Infrastrukturkonzern ab. Ein Teil der Gruppe bleibt in Familienhand.

Teilverkauf statt Komplettausstieg

Die Unternehmensgruppe Frauenrath strukturiert sich um. Das Bau- und Recyclinggeschäft wechselt zur französischen Colas-Gruppe, einer Tochter des börsennotierten Bouygues-Konzerns. Gleiss Lutz hat die Familie und ihre Gesellschafter durch den gesamten Prozess gesteuert. Die Kartellfreigabe steht noch aus, der Abschluss wird im ersten Halbjahr 2026 erwartet. Straßen- und Tiefbau, Hochbau, Schlüsselfertigbau, Recycling, Rückbau und Sanierung gehen an die Franzosen. Rund 420 Beschäftigte an den Standorten Heinsberg in Nordrhein-Westfalen und Großröhrsdorf in Sachsen sind betroffen. Diese Sparten erwirtschafteten 2025 einen Umsatz von etwa 150 Millionen Euro.

Was bleibt

Die Familie Frauenrath behält das Immobiliengeschäft, die Projektentwicklung, den Bereich Energie, den Landschaftsbau und verschiedene Beteiligungen. Rund 200 Arbeitsplätze verbleiben unter dem Dach der Eigentümerfamilie. Ein klassischer Carve-out, bei dem profitable Teile abgegeben und andere weitergeführt werden. Colas sitzt in Courbevoie bei Paris und gehört zu den großen Spielern im europäischen Infrastrukturbau. Straßen, Verkehrswege, Stadtentwicklung sind das Kerngeschäft. 62.000 Mitarbeiter erwirtschafteten 2025 rund 16 Milliarden Euro Umsatz. Mit der Übernahme baut der Konzern seine Präsenz in Deutschland aus.

Düsseldorfer Team am Steuer

Thomas Menke und Fabian Mumme führten das M&A-Team von Gleiss Lutz. Die Transaktion verlangte Expertise aus vielen Richtungen: Steuerrecht, Arbeitsrecht, Immobilien, IT, Datenschutz, öffentliches Recht und Fusionskontrolle. Insgesamt arbeiteten mehr als ein Dutzend Anwälte aus sechs Standorten an dem Deal.