Die Kanzlei steigert den Umsatz um 8,5 Prozent, der Gewinn pro Partner klettert auf 4,4 Millionen Dollar. Bis 2028 sollen fünf Milliarden erreicht werden.
White & Case hat 2025 erneut zugelegt, wenn auch weniger dynamisch als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 8,5 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Equity-Partner erhöhte sich um zehn Prozent auf 4,4 Millionen Dollar. 2024 war die Kanzlei noch mit zwölf Prozent beim Umsatz und 27 Prozent beim Partnergewinn gewachsen. Die Belebung der globalen Transaktionsmärkte hatte damals kräftig angeschoben.
Das britische Geschäft entwickelt sich solide. Die Londoner Niederlassung erwirtschaftete rund 584 Millionen Dollar, ein Plus von fünf Prozent. Über fünf Jahre gerechnet legten die Erlöse dort um 47 Prozent zu. Oliver Brettle, Vice-Chair mit Sitz in London, spricht von einem erfolgreichen Jahr mit starken Zahlen in allen drei Regionen. Die Hälfte aller Mandate hat einen internationalen Bezug. M&A, Kapitalmarkt und Restrukturierung liefen besonders gut. Die Kanzlei sieht sich als idealer Partner für komplexe grenzüberschreitende Fragen und will diese Stärke weiter ausspielen.
Neue Standorte kamen 2025 nicht hinzu, das Netzwerk umfasst weiterhin 43 Büros in 29 Ländern. Dafür holte die Kanzlei 51 Partner von außen. Chair Heather McDevitt setzt bewusst auf Teams statt Einzelkämpfer. Gruppen integrieren sich schneller und schaffen mehr Vertrauen bei Mandanten. Prominente Zugänge waren Jonathan Polkes von Weil in New York als Co-Chef der globalen Prozesspraxis sowie ein vierköpfiges M&A-Team von Cadwalader. In London kamen IP-Spezialisten von A&O Shearman und Private-Equity-Anwälte von Ropes & Gray. Die Gesamtzahl der Anwälte wuchs um 1,7 Prozent auf 2.643. Bei den Partnern ging es in die andere Richtung: minus 0,7 Prozent auf 693, bei den Equity-Partnern sogar minus 4,9 Prozent auf 332. Brettle verweist auf natürliche Fluktuation in einer Kanzlei dieser Größe.
White & Case hat sich viel vorgenommen. Bis 2028 soll der Umsatz auf fünf Milliarden Dollar steigen. Der Weg dorthin führt über Lateral-Hiring in den USA und Wachstumsfelder wie Energie, Infrastruktur, Technologie und Private Capital. Sovereign-Wealth-Mandate stehen besonders im Fokus. 2025 formalisierte die Kanzlei ihre Data-Centre-Gruppe und startete eine neue Private-Capital-Einheit für Mandanten wie Macquarie, Blackstone und CVC. Das M&A-Team begleitete Transaktionen im Wert von 285 Milliarden Dollar. Zu den Highlights zählten der 5,8-Milliarden-Dollar-Verkauf von Yondr und die 2,9-Milliarden-Pfund-Übernahme von Deliveroo durch DoorDash. Im Prozessgeschäft verteidigte die Kanzlei Toshiba und Microsoft erfolgreich gegen Milliardenklagen. Der Januar 2026 lief besser als der Vorjahresmonat, Brettle blickt optimistisch nach vorn.




