Sezzle wechselt von Baker Tilly zu PwC

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March 23, 2026
24.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Zahlungsdienstleister hat seinen Wirtschaftsprüfer ausgetauscht. Bei den internen Kontrollen wurden Schwächen festgestellt.

Neuer Prüfer für das laufende Jahr

Der Buy-Now-Pay-Later-Anbieter Sezzle sortiert seine Prüfungsbeziehungen neu. Baker Tilly muss gehen, PricewaterhouseCoopers übernimmt das Mandat für das Geschäftsjahr 2026. Der Prüfungsausschuss hat den Wechsel abgesegnet. Die Bestellung von PwC steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen Annahmeverfahren. Der Wechsel kommt nicht ohne Vorgeschichte. Sezzle räumte in der Pflichtmitteilung ein, dass bei den Kontrollen zur Klassifizierung von Cashflows im Zusammenhang mit Darlehensforderungen Mängel bestanden. Baker Tilly stufte das interne Kontrollsystem zum Jahresende 2025 als unwirksam ein. Die Schwäche betrifft die Geschäftsjahre 2024 und 2025.

Saubere Berichte trotz Mängeln

Die Prüfungsurteile von Baker Tilly für beide Jahre kamen ohne Einschränkungen aus. Weder versagte Bestätigungsvermerke noch Haftungsausschlüsse finden sich in den Berichten. Streit über Bilanzierungsfragen oder Prüfungsabläufe gab es laut Sezzle nicht. Mit PwC holt sich der Zahlungsdienstleister einen der Big Four an Bord. Für ein wachsendes Fintech kann das Signal an Investoren und Aufsichtsbehörden wichtig sein. Gleichzeitig steigt der Druck, die festgestellten Kontrollschwächen schnell zu beheben.