150 Experten über München und seine Startups

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September 22, 2026
24.09.2026
2 Minuten Lesezeit

Beim ersten German Innovation & Venture Day in München diskutierten rund 150 Teilnehmer über Deutschlands technologische Souveränität. Im Fokus standen die Finanzierungslücke bei Wachstumsrunden und Vorzeigefälle wie das 8 Milliarden Dollar schwere Rüstungs-Start-up Quantum Systems.

Premiere mit klarem Fokus auf Wachstumslücke

Beim ersten German Innovation & Venture Day kamen im Münchner WERK1 rund 150 Teilnehmer aus Politik, Kapital und Innovation zusammen, veranstaltet von Mathias Renz und Dr. Fabian Heil. Bernhard Eichiner von der IHK München und Oberbayern lieferte den Realitätscheck: Mit 5,5 Milliarden Euro investiertem Kapital im ersten Halbjahr 2026 bleibt Bayern zwar Spitzenreiter unter den Bundesländern, doch bei Finanzierungsrunden ab 50 Millionen Euro klafft weiterhin eine deutliche Lücke. Bayern Kapital selbst kommt auf 1,3 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen, wie Geschäftsführerin Monika Steger vorrechnete. Sechs der elf Münchner Unicorns, etwa EGYM und Isar Aerospace, zählen zum Portfolio des Fonds. Noch wichtiger sei aus ihrer Sicht der Hebel: In den vergangenen fünf Jahren habe der Fonds so privates Kapital von 3,4 Milliarden Euro mobilisiert. Alexander Thees von KfW Capital ergänzte, mit 3,1 Milliarden Euro in 169 Fonds seien bereits über 40 Milliarden Euro Gesamtkapital gehoben worden, der neue Wachstumsfonds II soll eine weitere Milliarde beisteuern.

Quantum Systems als Vorzeigefall, Sorge um Souveränität

Wie schnell deutsche Start-ups wachsen können, zeigte CFO Jonas Jarosch am Beispiel von Quantum Systems, das nach einer Finanzierungsrunde im Frühjahr mit 8 Milliarden Dollar bewertet wird. Dank agiler Entwicklungszyklen und zehn Zukäufen wurde das Unternehmen zum ernsthaften Konkurrenten etablierter Rüstungskonzerne, mit Blackstone als Investor und weiterhin am Standort Gilching. Im Deeptech-Panel warnten Experten vor technologischer Abhängigkeit und forderten mehr Investitionen etwa in Fusionsenergie, um den Strombedarf souveräner KI-Rechenzentren zu sichern. Gregor Haidl vom High-Tech Gründerfonds betonte zudem, deutsche Start-ups arbeiteten bis zu fünfmal kapitaleffizienter als ihre US-Pendants.

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