Hiller geht, Dreierspitze kommt: BayWa wagt das Führungsexperiment

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January 12, 2026
13.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Strategische Differenzen beenden die Ära Hiller bei der BayWa AG abrupt. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Hiller räumt seinen Posten mit sofortiger Wirkung, das endgültige Ausscheiden erfolgt einvernehmlich zum 31. Juli 2026.

Geteilte Macht statt Einzelspitze

Der Aufsichtsrat entscheidet sich gegen eine klassische Nachfolgelösung. Die Konzernführung liegt fortan in den Händen von Michael Baur, Prof. Dr. Matthias J. Rapp und Dr. Marlen Wienert. Dieses Modell verteilt die Last auf mehrere Schultern und soll Kontinuität in einer kritischen Sanierungsphase gewährleisten.

Ressorts werden neu sortiert

Mit dem Abgang Hillers fallen dessen Zuständigkeiten an das verbliebene Triumvirat. Michael Baur als CRO verantwortet nun Strategie, Recht, Baustoffe und Technik. Prof. Dr. Matthias J. Rapp als CFO erweitert seinen Bereich um Compliance, Revision und Investor Relations. Dr. Marlen Wienert ergänzt ihr Portfolio um Personal und Nachhaltigkeit.

Scheller stützt den Kurswechsel

„Die eingeleitete Restrukturierung unseres Unternehmens verläuft nach Plan und wird weiter aktiv vorangetrieben," erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Gregor Scheller. „Wir haben inzwischen bei der Neuaufstellung der BayWa AG gute Fortschritte gemacht und haben volles Vertrauen, dass der Vorstand mit den drei Mitgliedern Michael Baur, Prof. Dr. Matthias J. Rapp und Frau Dr. Marlen Wienert unser Unternehmen konsequent und erfolgreich weiterentwickeln wird."

Sanierung trägt erste Früchte

Der Konzern meldet solide Fortschritte bei der Restrukturierung. Die Veräußerung von RWA und Cefetra im Jahr 2025 reduzierte die Verschuldung erheblich. Das Kerngeschäft wurde operativ stabilisiert, die Liquiditätsbasis nachhaltig gefestigt.