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July 21, 2026
22.07.2026
2 Minuten Lesezeit

Jed Laskowitz, Global Head of Private Markets bei J.P. Morgan Asset Management, erwartet, dass der Markt bis 2030 auf 30 bis 35 Billionen Dollar wächst. Besonders in Infrastruktur, Real Estate und Healthcare sieht er derzeit die größten Chancen.

Infrastruktur profitiert vom Energiehunger der KI

Private Markets verwalten nach Einschätzung von Jed Laskowitz, Global Head of Private Markets bei J.P. Morgan Asset Management, aktuell mehr als 20 Billionen US-Dollar und könnten sich bis 2030 auf 30 bis 35 Billionen US-Dollar entwickeln. Die Nachfrage stützt sich laut Laskowitz auf niedrige Korrelationen zu klassischen Anlagen, höhere Renditeerwartungen und attraktive laufende Erträge, da die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen zunehmend steige. J.P. Morgan Asset Management überwacht auf seiner Alternatives-Plattform rund 460 Milliarden US-Dollar. Im Bereich Infrastruktur sieht er drei strukturelle Treiber, steigenden Energiebedarf, Energiesicherheit und die Energiewende, wobei Hyperscaler und KI-Rechenzentren rund ein Drittel des zusätzlichen Strombedarfs ausmachen. Laut McKinsey-Berechnungen dürfte der globale Investitionsbedarf für Infrastruktur bis 2040 bei rund 100 Billionen US-Dollar liegen. Der Großteil davon stammt aus privaten Quellen, während zugleich rund eine Billion US-Dollar in geschlossenen Infrastrukturfonds in den nächsten fünf Jahren zur Verlängerung oder zum Exit anstehen.

Real Estate erholt sich, Healthcare als unterschätzte Chance

Real Estate gilt weiterhin als unbeliebte Anlageklasse, was Laskowitz für eine Chance hält. Die US-Erholung sei erst rund sieben Quartale alt. Nach historischen Mustern könnten Aufschwungphasen noch deutlich länger laufen, zumal sich die Leerstandsproblematik stark auf einzelne Objekte konzentriert. Im Private-Equity-Bereich verschiebt sich die Marktstruktur spürbar, die Zahl börsennotierter Unternehmen liegt in Europa und Großbritannien rund 25 Prozent unter dem Niveau von vor 20 Jahren. Firmen wie Palantir oder Databricks bleiben deutlich länger privat. Rund 30.000 Unternehmen mit etwa vier Billionen US-Dollar an Vermögenswerten liegen aktuell in Private-Equity-Portfolios und warten auf Exits. Als am stärksten unterschätzten Bereich verortet Laskowitz den Gesundheitssektor, da die 14 größten börsennotierten Healthcare-Konzerne bis 2031 durch auslaufende Patente knapp 600 Milliarden US-Dollar Umsatz verlieren dürften und künstliche Intelligenz laut ersten Studien die Effizienz der Wirkstoffentwicklung um 60 bis 70 Prozent steigern könnte.

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