Das Geschäftsklima sank im Dezember erneut, während der Einzelhandel offenbar ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft verzeichnete.
Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland blickten ohne Zuversicht auf den Jahreswechsel. Im Dezember gab der KfW-ifo-Geschäftsklimaindex um 0,5 Zähler nach und lag damit bei minus 15,0 Punkten. Die Nulllinie, die dem langfristigen Mittelwert entspricht, bleibt damit in weiter Ferne. „Schon seit dem Spätsommer ist die zu Jahresanfang begonnene Aufhellung der Geschäftserwartungen im Mittelstand ins Stocken geraten. Seit dem Herbst macht sich große Ernüchterung in der Wirtschaft breit. Zu groß sind die Probleme, wie allen voran der China-Schock, in weiten Teilen der Industrie", erklärt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.
Besonders der Dienstleistungssektor verzeichnet eine deutliche Eintrübung der Sechsmonatserwartungen, obwohl die Einschätzung der aktuellen Lage leicht zulegte. Im Einzelhandel drücken vor allem negative Lageurteile auf die Stimmung. Dies deutet darauf hin, dass die Umsätze im Weihnachtsgeschäft hinter den Erwartungen zurückblieben.
Die Stimmung bei den großen Konzernen entwickelte sich ähnlich negativ, besonders unter Dienstleistern und in der Industrie. Lediglich das Bauhauptgewerbe konnte zulegen. Bemerkenswert: Die Beschäftigungserwartungen in Großunternehmen sinken weiter. Jobabbau scheint vielerorts geplant. Im Mittelstand zeigt sich die Personalsituation stabiler, wenngleich auch hier die Erwartungen zuletzt stärker nachgaben.
Trotz der schwachen Dezemberwerte bleibt KfW Research zuversichtlich: „Wir erwarten dennoch ein leicht positives Wachstum für Deutschland im vierten Quartal 2025 und eine deutliche Konjunkturerholung im Jahr 2026", so Schumacher.




