KI in der Steuerberatung: Helfer, kein Ersatz

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January 26, 2026
27.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Kanzlei Behrens und Partner aus Rotenburg zeigt, wie künstliche Intelligenz den Alltag verändert und warum der persönliche Kontakt trotzdem unverzichtbar bleibt.

Automatisierung im Tagesgeschäft

Bei Behrens und Partner gehört künstliche Intelligenz zum Werkzeugkasten. Die Kanzlei verzichtet bewusst auf offene Systeme wie ChatGPT und setzt stattdessen auf spezialisierte Datev-Lösungen. Der wichtigste Anwendungsfall: Belegerkennung. Mandanten laden Dokumente in eine Cloud, die Software ordnet sie automatisch zu. Bei Bestandskunden läuft das nach einer Eingewöhnungsphase inzwischen reibungslos.

Jüngere Mandanten zögern

Überraschend ist die Altersverteilung bei der Akzeptanz. Ältere Kunden nehmen den digitalen Weg bereitwillig an. Jüngere zeigen sich skeptischer und sorgen sich um Datensicherheit. Ohne Mitwirkung der Mandanten bringt die beste Technik allerdings nichts.

Recherche mit Grenzen

Mattis Leuenroth, früher beim Finanzamt tätig, nutzt KI für Fachfragen. Sein Urteil fällt gemischt aus. Die Ergebnisse taugen zum Eingrenzen von Themen, passen aber nicht immer zur konkreten Frage. Das Steuerrecht sei schlicht zu komplex und ändere sich ständig.

Hessen testet den Automatismus

Ein Pilotprojekt erprobt derzeit, ob Einkommensteuerbescheide künftig ohne aktive Steuererklärung entstehen können. Wann und ob sich das durchsetzt, bleibt offen. Auch die Haftungsfrage ist ungeklärt.

Beratung bleibt menschlich

Im Team glaubt niemand an das Aussterben des Berufs. Die Arbeit werde sich wandeln, der persönliche Kontakt jedoch unverzichtbar bleiben. Leuenroth formuliert es so: Der Steuerberater werde zum Lebensberater.