KI verkauft keine Laptops: Dell zieht die Reißleine

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January 12, 2026
13.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Braucht jemand KI im Notebook? Dell beantwortet diese Frage nach einem Jahr intensiver Marktbeobachtung mit einem klaren Nein.

Qualcomm lieferte den ersten Hinweis

Schon im Sommer 2024 zeichnete sich bei Qualcomm ab, worüber die Branche nun offen spricht. Laut Bloomberg stellte der Chipentwickler fest: Käufer von Snapdragon X Notebooks begeistern sich für Akkulaufzeiten, nicht für Copilot Funktionen. Microsoft hatte die KI-Features exklusiv auf dieser Plattform gestartet. Das Kaufargument? Die Batterie. Bei der Vorstellung des Snapdragon X2 zog Qualcomm die logische Konsequenz und rückte die Laufzeit ins Zentrum der Kommunikation.

Dell vollzieht die öffentliche Wende

Produktleiter Kevin Terwilliger sprach auf der CES 2026 vor Journalisten Klartext: „Wir konzentrieren uns sehr darauf, die KI-Fähigkeiten eines Geräts zu nutzen. Tatsächlich verfügt jedes Produkt, das wir ankündigen, über eine KI-Einheit. Aber was wir im Laufe dieses Jahres gelernt haben, insbesondere aus Verbrauchersicht, ist, dass sie nicht aufgrund der KI kaufen." Vor zwölf Monaten klang das noch anders. Auf der CES 2025 präsentierte Dell künstliche Intelligenz als Kernbotschaft. Mittlerweile feiert sogar der Markenname XPS sein Comeback.

Microsofts Copilot findet keine Hardware-Käufer

Studio Effekte, automatische Untertitel, Bildgenerierung in Paint: Microsoft baut Copilot in immer mehr Dienste ein. Doch starke Neural Processing Units treiben die Verkaufszahlen nicht. Was hinter vorgehaltener Hand längst kursierte, ist nun offizielle Dell-Position.