blog main image
January 29, 2026
30.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Gespräche über Purplle und das Offshore Wind Joint Venture mit RWE wirken wie ein Strategiewechsel. Im Kern dreht sich das Narrativ für Investoren aber weiter um etwas anderes: Kapitalakquise im nordamerikanischen Flaggschiff Buyout Fonds.

Investitionsmotiv von KKR

Aus Aktionärssicht steht die These im Mittelpunkt, dass KKR seinen globalen Deal Apparat in Gebühreneinnahmen und selektive Anlagegewinne übersetzt, auch bei unruhigen Märkten. Der kurzfristige Hebel bleibt die Kapitalakquise des nordamerikanischen Buyout Fonds, inklusive der Perspektive, die Obergrenze von 22 Mrd. US Dollar zu erreichen. Das ist der Treiber, an dem sich Erwartung und Bewertung aktuell ausrichten.

Was Purplle und RWE wirklich ändern

Die mögliche Minderheitsbeteiligung an Purplle zu rund 130 Mrd. ₹ (1,5 Mrd. US Dollar) sowie das 50:50 Joint Venture mit RWE für zwei britische Offshore Windparks mit einem Investitionsbedarf von über 15 Mrd. US Dollar passen in KKRs Muster: skalierte Konsumplattformen plus langfristige Infrastruktur. Kurzfristig dürften diese Initiativen die Gruppenerträge aber nur begrenzt bewegen. Sie verschieben eher das Risikoprofil, weil zu hohen Bewertungsmultiplikatoren und schwankenden Umsatztrends zusätzlich Umsetzungsrisiko und Kapitalbindung im Bereich erneuerbare Energien kommen.

Bewertung bleibt die Streitfrage

Simply Wall St verweist darauf, dass die Schätzungen zum fairen Wert stark auseinanderlaufen, und nennt eine Spanne von etwa 88 bis 176 US Dollar. In Kombination mit einem hohen Gewinnmultiplikator erklärt das, warum neue kapitalintensive Projekte bei manchen Investoren die Diskussion über Kapitaldisziplin und Risikoprämien verschärfen. Die Kernaussage bleibt: Nicht Windparks definieren KKR neu, sondern die Frage, wie viel Wachstum und wie viel Risiko der Markt bereits einpreist.

Verwandte Artikel