Eine aktuelle Untersuchung aus Stanford zeigt ein verblüffendes Bild: Vertragsrechtsprofessoren wählten in einem anonymen Vergleich überwiegend die Antworten von Sprachmodellen statt jene ihrer eigenen Kollegen. In drei von vier Fällen hatten die Maschinen die Nase vorn.
Was lange bestritten worden war, hat KPMG nun selbst bestätigt. Vorstandsvorsitzender Martin Sheppard räumte vor dem Untersuchungsausschuss in Canberra erstmals öffentlich ein, dass interne Schutzbarrieren versagt haben. Ein Team, das Optus prüfte, gab ungeschwärzte vertrauliche Unterlagen an Kollegen weiter, die um den Prüfungsauftrag des Wettbewerbers Telstra buhlten. Ans Licht gekommen war der Vorgang ursprünglich durch Senatorin Deborah O'Neill im März. KPMG erklärte zunächst, die Vorwürfe seien nicht zu belegen. Nach und nach mussten dann mehrere Vorgänge eingeräumt werden, darunter auch die Weitergabe von Lendlease-Unterlagen.
Andrew Yates, bis Mai an der Spitze des Hauses, erklärte, der bestätigte Optus-Vorfall habe seinen Rücktritt ausgelöst. Brisant sind die finanziellen Details seines Abschieds: 1,7 Millionen Dollar für die Kündigungsfrist, dazu 2,4 Millionen Dollar als Ruhestandszahlung. Der Berufsverband Chartered Accountants Australia and New Zealand untersucht Yates und elf weitere Personen.
Lendlease-Chef Tony Lombardo schilderte, dass ihm KPMG bereits im Mai 2025 mitgeteilt hatte, die Vorwürfe seien unbegründet. Erst durch die öffentlichen Aussagen im März erfuhr er von der tatsächlichen Lage. Nach 68 Jahren Zusammenarbeit beendet Lendlease nun das Mandat und fordert von KPMG die mit dem Wechsel verbundenen Kosten zurück.
Besonders schwer wiegen die Vorwürfe rund um den Whistleblower. Der frühere Audit-Leiter Julian McPherson ordnete Ende Mai 2024 eine Durchsuchung des Laptops an, kurz nachdem dieser Bedenken vorgebracht hatte. Weitere Durchsuchungen folgten im November. Inzwischen hat der Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.




