Die Carl Zeiss AG hat ein Sparprogramm angekündigt, das mehrere hundert Millionen Euro einsparen soll. Ein Stellenabbau sei dabei zu erwarten. Die Tochtergesellschaft Carl Zeiss Meditec hatte bereits rund 1.000 Stellen in Deutschland angekündigt.
Die Carl Zeiss AG mit Sitz in Oberkochen steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um ein Prozent auf rund 5,84 Milliarden Euro. Während die Sparte für Halbleiterfertigung weiter zulegen konnte, bereiten Medizintechnik sowie industrielle Messtechnik und Mikroskopie zunehmend Sorgen. CEO Andreas Pecher erwartet keine schnelle Erholung: Die anhaltende Unsicherheit im Geschäftsumfeld werde die Sparten in unterschiedlichem Ausmaß weiterhin belasten. Man müsse sich auf einen weiteren Rückgang der Umsätze in den Direct-to-Market-Sparten einstellen und Risiken entgegenwirken. Die Carl Zeiss AG beschäftigt rund 46.622 Mitarbeitende und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 11,9 Milliarden Euro.
Mit dem angekündigten Programm will Zeiss auf der einen Seite weiterhin überdurchschnittlich in Innovation und Wachstumsmärkte investieren. Auf der anderen Seite sollen mehrere hundert Millionen Euro eingespart werden. Dabei ist auch ein Abbau von Stellen zu erwarten, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Die konkreten Maßnahmen sollen in den kommenden Monaten zwischen Vorstand, Management und Arbeitnehmervertretungen ausgearbeitet werden. Pecher betont, Zeiss handle aus einer Position der Stärke heraus und wolle reagieren, bevor der Konzern zum Handeln gezwungen werde. Als Unternehmen in Stiftungseigentum trage man Verantwortung für den langfristigen Erfolg über Generationen hinweg.




