Eine globale Befragung der Beratungsgesellschaft zeigt, wie radikal sich Tech-Teams in den kommenden Jahren verändern werden. Schon 2027 sollen mehr als ein Drittel der Kernmannschaft aus digitalen Helfern bestehen.
Was im Global Tech Report 2026 von KPMG steht, kommt einer Neudefinition von Führung gleich. 92 Prozent der befragten Tech-Verantwortlichen rechnen damit, dass das Management von KI-Agenten innerhalb der nächsten fünf Jahre zur unverzichtbaren Kompetenz wird. Befragt wurden 2.500 Führungskräfte aus 27 Ländern. Bereits heute investieren 88 Prozent der Organisationen in sogenannte agentenbasierte Systeme.
Besonders augenfällig ist die erwartete Veränderung bei der Mannschaftsaufstellung. Während digitale Assistenten 2025 noch 28 Prozent der Kerntechnologiemannschaft ausmachten, soll dieser Anteil bis 2027 auf 36 Prozent steigen. Damit wandelt sich KI vom reinen Produktivitätswerkzeug zum operativen Partner. Wer diese Wandlung begleiten will, braucht Spezialwissen in Orchestrierung, Urteilskraft und strategischer Steuerung.
Zack Kass, früher bei OpenAI tätig und heute als KI-Berater unterwegs, mahnt, dass die Zukunft nicht von den Fähigkeiten der Maschinen geprägt werde, sondern von bewussten Entscheidungen darüber, wofür diese eingesetzt werden sollen. Umesh Sachdev, Mitgründer und CEO des Sprach-KI-Spezialisten Uniphore, sieht den Wettbewerbsvorteil bei jenen Häusern, die KI-Agenten wirksam einsetzen können. Maßgeblich sei dabei die Führungsebene.
Die Studie bleibt nicht beim Optimismus stehen. 41 Prozent der Befragten sorgen sich, beim Thema Quantencomputer und der damit verbundenen Verschlüsselungssicherheit den Anschluss zu verlieren. Auch Sicherheits- und Governance-Fragen stehen weit oben auf der Agenda. Neun von zehn Unternehmen planen, ihre Partnerschaften auszubauen, um externes KI-Wissen einzubinden.




