PwC sieht den globalen M&A Markt 2026 in einer neuen Phase, geprägt von strukturellem Wandel, massiven KI-Investitionen und einer Rückkehr großvolumiger Transaktionen.
PwC erwartet 2026 weniger zyklische Erholung und mehr strukturellen Wandel im globalen M&A Markt. Das weltweite Transaktionsvolumen bleibt demnach gedämpft, zugleich steigt der Gesamtwert der Deals deutlich. Treiber ist eine wachsende Zahl von Megadeals mit einem Volumen von mehr als fünf Milliarden US Dollar. Diese Entwicklung unterstreicht aus Sicht von PwC einen K förmigen Markt, in dem sich große, gut kapitalisierte Käufer und technologiegetriebene Unternehmen vom restlichen Markt absetzen.
Künstliche Intelligenz ist laut PwC kein isoliertes Investitionsthema mehr, sondern beeinflusst strategische Prioritäten, Kapitalallokation und die operative Durchführung von Transaktionen. Beschleunigte Deal Timelines, datenintensivere Due Diligence Prozesse und neue Anforderungen an Transparenz verändern die Grundlagen der M&A Praxis. Erik Hummitzsch, Mitglied der Geschäftsführung, Leiter Deal-Advisory und Co-Leiter Advisory bei PwC Deutschland, formuliert es so: „Wer jetzt konsequent in Technologie und innovative Geschäftsmodelle investiert und M&A strategisch nutzt, gestaltet die Spielregeln aktiv mit, statt von ihnen überrascht zu werden. Außerdem erleben wir gerade einen grundlegenden Wandel im M&A‑Geschäft selbst, welcher neue Chancen eröffnet. KI macht Prozesse schneller, Due Diligence präziser und Entscheidungen datengetriebener. Das verändert nicht nur einzelne Schritte, es definiert den gesamten Transaktionsprozess neu und erlaubt es, die Werthebel noch präziser zu identifizieren und umzusetzen.”
PwC verweist darauf, dass der globale KI-Investitionszyklus kurzfristig erhebliche finanzielle Mittel bindet und M&A Aktivitäten dämpfen kann. Mittel bis langfristig könne genau dieser Investitionsschub jedoch neue Transaktionsdynamiken auslösen. Unternehmen dürften M&A gezielt nutzen, um Transformation zu beschleunigen und technologische Fähigkeiten zuzukaufen. Der Dealprozess selbst wird dabei datengetriebener, schneller und transparenzintensiver.




