Der Konzern reagiert auf Klagen und deaktiviert KI-Charaktere in Instagram, Facebook und WhatsApp vorübergehend weltweit.
Teenager verlieren vorübergehend den Zugang zu KI-gesteuerten Charakteren in Instagram, Facebook und WhatsApp. Meta begründet die Entscheidung mit der Entwicklung eines verbesserten Schutzkonzepts für junge Nutzer. Sobald dieses fertiggestellt ist, soll die Funktion wieder freigeschaltet werden. Einen konkreten Zeitplan nannte das Unternehmen nicht.
Die Maßnahme fällt in eine heikle Phase. In New Mexico bereitet sich ein Gericht auf ein Verfahren vor, das schwere Vorwürfe gegen den Konzern erhebt. Die Anklage lautet auf mangelhaften Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung innerhalb der Plattformen. Meta bestreitet die Vorwürfe und argumentiert, psychische Belastungen bei Jugendlichen hätten vielfältige Ursachen und könnten nicht allein auf die Nutzung sozialer Medien zurückgeführt werden.
Der Konzern hatte schon zuvor reagiert. Seit Ende 2024 gibt es in Europa spezielle Konten für Minderjährige unter 16 Jahren. Diese Profile sind automatisch auf privat eingestellt, sensible Inhalte werden gefiltert, Kontaktanfragen von Unbekannten eingeschränkt.
Nicht nur Meta steht unter Beobachtung. OpenAI führte im Herbst 2025 Jugendschutzfunktionen für ChatGPT ein. Minderjährige mit verknüpften Familienkonten können seither bestimmte Inhalte nicht mehr abrufen.




