Der Datenkonzern steigert Nutzerzahlen, Werbevolumen und Preise gleichzeitig und erzielt damit ein historisches Ergebnis, während die Investitionen in künstliche Intelligenz explodieren sollen.
Jeden Tag öffnen 3,58 Milliarden Menschen eine App von Meta Platforms. Diese Zahl muss man wirken lassen. Der Konzern hat es geschafft, nahezu die Hälfte der Weltbevölkerung an seine Dienste zu binden. Im vierten Quartal 2025 zahlte sich diese Reichweite aus wie nie zuvor. Die Nutzerbasis wuchs um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Zahl der ausgespielten Werbeanzeigen sogar um 18 Prozent. Gleichzeitig akzeptierten Werbekunden durchschnittlich sechs Prozent höhere Preise. Drei Hebel, ein Ergebnis: 59,9 Milliarden Dollar Quartalsumsatz.
Natürlich kostet es, eine globale Infrastruktur für Milliarden Nutzer zu betreiben. Die Betriebskosten kletterten um 40 Prozent. Dennoch blieb am Ende ein Betriebsgewinn von 24,7 Milliarden Dollar, sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zusätzlich profitierte Meta von höheren Kapitalerträgen und einer gesunkenen Steuerquote, die von zwölf auf zehn Prozent fiel. Der Reingewinn erreichte 22,8 Milliarden Dollar. Nach Veröffentlichung der Zahlen sprangen die Aktien im nachbörslichen Handel um sieben Prozent.
Die Quartalszahlen fügen sich in ein beeindruckendes Gesamtjahr. Meta überschritt 2025 erstmals die Marke von 200 Milliarden Dollar Umsatz. Der Reingewinn stieg um ein Fünftel auf 83,3 Milliarden Dollar. Lediglich die Metaverse-Sparte Reality Labs trübt das Bild: Der Umsatz sank um zwölf Prozent, die Verluste wuchsen auf sechs Milliarden Dollar.
Für das laufende Jahr plant der Konzern massive Investitionen. Die Kapitalausgaben sollen von 72 auf bis zu 135 Milliarden Dollar steigen. Konzernchef Mark Zuckerberg will damit den Aufbau personalisierter Superintelligenz vorantreiben. Mit Barreserven von 82 Milliarden Dollar dürfte Meta dafür neue Schulden aufnehmen müssen.




