Morgan Stanley stuft deutschen Rüstungssektor ab

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June 9, 2026
09.06.2026
2 Minuten Lesezeit

Die US-Bank Morgan Stanley hat ihr Votum für den europäischen Rüstungssektor auf neutral gesenkt. Rheinmetall, HENSOLDT und RENK geben nach. Strategin Marina Zavolock sieht gedämpfte Dynamik, erwartet aber neue Impulse im Jahresverlauf.

Neutral statt optimistisch

Nach einer langen Phase positiver Einschätzung hat Morgan Stanley das Votum für den europäischen Rüstungssektor auf Equal-weight und damit auf ein neutrales Niveau abgestuft. Strategin Marina Zavolock betonte, den Sektor langfristig weiterhin zu schätzen, sah jedoch eine derzeit gedämpfte Dynamik, die nicht ignoriert werden dürfe. Es mangele an weiterem Schwung bei Gewinn- und Kurszielerwartungen. Für den weiteren Jahresverlauf hält sie neue Impulse jedoch für möglich. Als Reaktion auf die Studie gaben Rheinmetall zeitweise 1,57 Prozent nach, HENSOLDT verlor 1,98 Prozent und RENK 1,42 Prozent.

Sektorrotation zugunsten von Rohstoffen und Finanzen

Die Abstufung ist Teil einer umfangreicheren Strategiestudie von Morgan Stanley. Für Medizintechnik und Life Science wird die Einschätzung pessimistischer, für Investitionsgüter sowie Metalle und Bergbau dagegen optimistischer. Halbleiteraktien bleiben die Favoriten der US-Bank, ergänzt um Rohstoff- und Finanzwerte. Die Abstufung des Rüstungssektors fällt in eine Phase, in der europäische Verteidigungsausgaben strukturell steigen und der Auftragsbestand bei führenden Konzernen wie Rheinmetall historische Höchststände erreicht hat.

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