Meag beteiligt sich an Fred Olsen Windcarrier und positioniert sich damit entlang der Offshore Wind Wertschöpfungskette. Die Beteiligung ist als stufenweiser Aufbau einer Minderheitsposition geplant und soll ein Gesamtinvestment im dreistelligen Millionenbereich erreichen.
Meag erwirbt eine Minderheitsbeteiligung an Fred Olsen Windcarrier, einem norwegischen Dienstleister für Installation und Wartung von Windkraftanlagen auf See. Die Beteiligung soll nach Angaben aus der Berichterstattung stufenweise aufgebaut werden, angestrebt sind bis zu 24 Prozent. Das Gesamtinvestment wird im dreistelligen Millionenbereich verortet, was auf eine langfristige Kapitalbindung und eine institutionelle Struktur hindeutet. Für Meag passt der Schritt in die Logik illiquider Eigenkapitalanlagen, die planbare Erträge mit Infrastrukturbezug verbinden. Gleichzeitig zeigt der Vorgang, dass Investoren zunehmend nicht nur in Windparks selbst investieren, sondern in die Dienstleister, die Kapazität und Betrieb ermöglichen.
Fred Olsen Windcarrier transportiert, installiert und wartet Windkraftanlagen auf See und betreibt dafür eine Flotte spezialisierter Jack Up Installationsschiffe. Diese Einheiten sind auf die Offshore Montage großer Komponenten ausgelegt und bewegen sich in einem Markt, in dem Verfügbarkeit, technische Spezialisierung und Auslastung die entscheidenden Kennzahlen sind. Dominik Damaschke, Leiter illiquide Eigenkapitalanlagen bei Meag, sagt: „Fred Olsen Windcarrier wird vom weiteren Ausbau von Offshore Windenergie profitieren und ist dabei ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette.“ Damit wird die Beteiligung als Infrastrukturwette aufzunehmende Installationsvolumina und steigenden Servicebedarf positioniert. Für die Bewertung solcher Plattformen sind Vertragslaufzeiten, Investitionszyklen der Kunden und die Fähigkeit zur Flottenmodernisierung die zentralen Hebel.
Meag verwaltet Vermögenswerte im Umfang von rund 363 Milliarden Euro, davon entfallen 62 Milliarden Euro auf Investoren außerhalb der Munich Re Gruppe. Das unterstreicht die Rolle als Anbieter institutioneller Strategien auch für externe Kapitalgeber. Minderheitsbeteiligungen in Infrastruktur nahen Dienstleistern können Ertragsstabilität mit einem klaren Sachwertbezug verbinden und gleichzeitig von langfristigen Ausbaupfaden der Energiewende profitieren. Aus Marktsicht ist relevant, dass Kapital sich entlang der Lieferketten positioniert, um Engpässe und Renditeprofile besser zu steuern. Für Anleger stellt sich vor allem die Frage, wie robust die Nachfrage nach Installationskapazität über mehrere Regulierungs und Preiszyklen bleibt.




