Der Microsoft-Chef warnt in Davos vor dem Verlust gesellschaftlicher Akzeptanz, wenn künstliche Intelligenz keinen messbaren Mehrwert schafft.
Satya Nadella stellt eine unbequeme Frage: Wie lange toleriert die Gesellschaft, dass knappe Energie in die Erzeugung von KI-Ausgaben fließt? Seine Antwort beim Weltwirtschaftsforum ist eindeutig. Nur wenn Gesundheit, Bildung und Produktivität profitieren, bleibt die Legitimation erhalten. Die Kosten pro Token müssten weiter fallen. Derzeit sinke der Preis etwa alle drei Monate.
Im Gespräch mit BlackRock-Chef Larry Fink gab sich Nadella entspannt. Eine spekulative Überhitzung sehe er nicht, solange neben der Technologie auch deren Anwendungen diskutiert werden. Als Beispiel nannte er die beschleunigte Entwicklung von Medikamenten durch KI-gestützte klinische Studien.
Europa debattiert über digitale Unabhängigkeit. Nadella hält Abschottung für den falschen Weg. Entscheidend sei nicht der Standort des Rechenzentrums, sondern ob ein Unternehmen sein Wissen in eigenen KI-Modellen abbilden könne. Verschlüsselung und lokal verwaltete Schlüssel böten ausreichend Kontrolle.
Viele Firmen warten noch auf den versprochenen Produktivitätsschub. Nadella sieht die Ursache in fehlender Anpassung. Hierarchien würden flacher, Führungskräfte müssten selbst mit den Werkzeugen arbeiten. Das koste Zeit und verlange echtes Change-Management.




