Die UBS-Managerin und St. Galler Professorin wird stellvertretende CEO und soll die Privatbank kundenzentriert umbauen.
Simone Westerfeld übernimmt ab Juni 2026 eine Rolle, die Oddo BHF eigens für sie geschaffen hat. Als stellvertretende CEO sitzt sie künftig in Frankfurt im Vorstand und in Paris im Geschäftsführerkollegium. BaFin und die französische ACPR müssen noch zustimmen.
Die gebürtige Deutsche verbindet akademische Tiefe mit operativer Verantwortung. An der Universität St. Gallen lehrt sie Banking & Finance. Bei der UBS leitete sie zuletzt das Group Internal Consulting und zuvor das Schweizer Privatkundengeschäft. An der Basler Kantonalbank stand sie zeitweise als CEO an der Spitze.
Oddo BHF plant einen grundlegenden Umbau. Die Organisation soll sich künftig an Kundensegmenten orientieren statt an Fachbereichen. Familienunternehmen, Stiftungen, Family Offices und institutionelle Investoren bekommen jeweils eigene Betreuungsstrukturen. Westerfeld soll diesen Wandel gemeinsam mit dem Führungsgremium gestalten.
Philippe Oddo, geschäftsführender Gesellschafter und CEO, kündigt ein neues Kapitel in der 175-jährigen Geschichte des Hauses an. Die Familie hält 65 Prozent am Kapital. Mit der Personalie signalisiert die Bank, dass sie in den kommenden Jahren wachsen und sich technologisch modernisieren will.




