Partners Group reagiert auf KI-Sorgen und Private-Credit-Turbulenzen

blog main image
February 26, 2026
26.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Nach Kursrutsch nimmt Partners Group Stellung zu Marktbedenken über Tech-Exposure und Private Credit. Der Baarer Private-Markets-Spezialist hat direktes Technologie-Engagement bewusst begrenzt und auf KI-resiliente Infrastruktur umgeschichtet.

Marktturbulenzen treffen PE-Sektor nach Blue Owl Gating

Die Aktien von Partners Group verzeichneten einen starken Kursrutsch, getrieben durch Turbulenzen am US-Markt. Auch KKR, Blackrock und Blue Owl verzeichneten Kursverluste. Partners Group veröffentlicht nun ein Update, um auf Marktbedenken zu reagieren, die den börsennotierten Private-Markets-Sektor betreffen. In dem Statement adressiert Partners Group die Sorgen über bestimmte Investment-Exposures, insbesondere im Bereich Private Credit, sowie über die Auswirkungen auf deren Geschäftsmodelle in den kommenden Jahren. Die betreffenden Exposures umfassen unter anderem Engagements in der Softwarebranche, insbesondere im Bereich Software as a Service, der voraussichtlich erheblich von Künstlicher Intelligenz beeinflusst wird.

Bewusste Begrenzung von direktem Tech-Engagement

Partners Group hat seit Langem sein direktes Engagement in Technologieunternehmen bewusst begrenzt und reduziert. Man unterscheidet bei den Investitionen immer zwischen Unternehmen, die eher von der Einführung der KI profitieren werden, und solchen, die unter Druck geraten könnten. Einige Branchenbeobachter verweisen zudem auf eine mögliche Blasenbildung im Technologiesektor insgesamt, was ebenfalls Auswirkungen auf die Private Markets haben könnte, insbesondere auf Private Credit, wo die Allokationen in Technologie am größten sind.

Fokus auf KI-resiliente Infrastruktur zahlt sich aus

Partners Group hat sein Engagement in Bereichen mit hoher Widerstandsfähigkeit und wachsender Nachfrage aus der KI-Branche erhöht, etwa in der für die Stromerzeugung unverzichtbaren Infrastruktur. In diesen Bereichen hat man umfassende Expertise aufgebaut und ein diversifiziertes Portfolio entwickelt, das vom steigenden Bedarf an KI-Infrastruktur profitieren dürfte. Entsprechend ist Partners Group überzeugt, dass sein Portfolio in den kommenden Jahren besser abschneiden wird als der Gesamtmarkt, sobald sich diese Allokationsentscheidungen auszahlen. Am Freitagnachmittag notierten die Partners-Group-Aktien 1,4 Prozent im Plus auf 923,20 Franken.