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July 16, 2026
17.07.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Schweizer Vermögensverwalter Partners Group hat mit starken Neukundenzuflüssen die Erwartungen übertroffen, nur wenige Wochen nach Rücknahmebeschränkungen bei einem offenen Fonds. Die Aktie bleibt dennoch unter Druck.

16 Milliarden Dollar Neukundengelder trotz Turbulenzen

Partners Group meldete für das erste Halbjahr 2026 Zuflüsse von 16 Milliarden Dollar und erhöhte das verwaltete Vermögen auf 186 Milliarden Dollar. Analysten der Bank Vontobel hatten lediglich 14,5 Milliarden Dollar prognostiziert. Der Schweizer Vermögensverwalter bestätigte zudem die Prognose für die Brutto-Neukundennachfrage im Gesamtjahr 2026 von 26 bis 32 Milliarden Dollar. CEO David Layton sagte: „Wir freuen uns, eine Rekordnachfrage der Kunden zu berichten, da unser differenziertes Angebot und unsere Erfolgsbilanz weiterhin neue und bestehende Kunden anziehen“, verwies aber zugleich darauf, dass das Anlageumfeld komplex bleibe. Die Nettoflüsse waren nur leicht positiv, da sich die Rücknahmen auf 3,8 Milliarden Dollar beliefen. 79 Prozent davon entfielen auf drei reife Evergreen Strategien.

Fonds mit Rücknahmebeschränkungen belasten die Aktie

Die Partners Group Aktie liegt in diesem Jahr dennoch rund ein Drittel im Minus, nachdem das Unternehmen Anfang Juni Rücknahmen aus einem 8,6 Milliarden Dollar schweren Private Equity Fonds begrenzt hatte und der Kurs daraufhin den stärksten Einbruch seiner Geschichte erlitt. Kurz darauf wurden ähnliche Beschränkungen bei einem noch größeren US-Fonds bekannt. Partners Group erwartet, dass die aktuelle Rücknahmedynamik noch einige Quartale anhält und das Wachstum des Nettovermögens in den kommenden 18 Monaten um 1 bis 2 Prozent bremsen könnte. In einem negativen Szenario könnten die potenziellen Abflüsse aus den betroffenen Fonds mittelfristig bis zu 10 bis 20 Milliarden Dollar erreichen. Das Unternehmen räumte ein, die Größe seiner offenen Fonds künftig möglicherweise leicht zu reduzieren, betonte aber, an seiner Strategie festzuhalten. Evergreen Fonds machten im ersten Halbjahr bereits 26 Prozent der gesamten Neukunden Zusagen aus. Auf die Frage nach der künftigen Dividendenentwicklung sagte Layton, man strebe Dividendenstabilität und langfristiges Wachstum an und erwarte in der nächsten Verwaltungsratssitzung eine Debatte über Aktienrückkäufe versus Dividende.

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