PayPal im Visier: 53-Milliarden-Offerte

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July 16, 2026
17.07.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Zahlungsdienstleister Stripe und die Private-Equity-Gesellschaft Advent International haben laut Reuters gemeinsam ein Übernahmeangebot für PayPal vorgelegt. Die Offerte bewertet den Zahlungsriesen mit mehr als 53 Milliarden Dollar.

60,50 Dollar je Aktie, größtenteils fremdfinanziert

Der Zahlungsdienstleister Stripe und die Private Equity Gesellschaft Advent International haben laut einem Bericht von Reuters gemeinsam ein Angebot zur Übernahme von PayPal vorgelegt, das den Konzern mit mehr als 53 Milliarden Dollar bewertet. Das Konsortium bietet 60,50 Dollar je Aktie. Eine Prämie von rund 28 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag, und würde damit zu den größten Take-private Geboten des Jahres zählen. Die Offerte ist Reuters zufolge durch rund 50 Milliarden Dollar an zugesagter Fremdfinanzierung von Banken gedeckt und wurde bereits Anfang des Monats eingereicht, nach einem ersten Vorstoß im April. Stripe und Advent würden PayPal demnach gemeinsam und zu gleichen Teilen besitzen, statt das Unternehmen aufzuspalten. Für Advent, das mit der Übernahme von Nuvei 2024 bereits ein Zahlungsunternehmen für 6,3 Milliarden Dollar von der Börse genommen hatte, wäre es der Zugang zu einem der aktivsten strategischen Käufer der Branche neben dem eigenen Kapital.

PayPal kämpft mit schwachem Wachstum

PayPal war an der Börse 2021 mit rund 360 Milliarden Dollar bewertet, war zuletzt aber bis auf etwa 36 Milliarden Dollar gefallen. Der Kurs liegt binnen zwölf Monaten mehr als 40 Prozent im Minus. Das Unternehmen kämpft mit schwächerem Wachstum und zunehmender Konkurrenz durch Apple Pay und Google Pay, gab eine schwache Gewinnprognose für 2026 ab und ersetzte CEO Alex Chriss in diesem Jahr durch den früheren HP Manager Enrique Lores. Zudem wurde der Konzern in drei operative Einheiten für Checkout, Verbraucherfinanzdienstleistungen und Zahlungen sowie Kryptowährungen umstrukturiert. Vereinbart ist bislang nichts. Advent lehnte eine Stellungnahme ab, PayPal und Stripe reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters. Mit der Angelegenheit vertraute Personen betonten, es gebe keine Gewissheit, dass es zu einem Deal kommt. Die PayPal Aktie stieg nach Bekanntwerden der Offerte im vorbörslichen Handel um bis zu 16 Prozent.

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