Nach zwölf Jahren an der Spitze tritt Stefan Pfister ab. Sein Nachfolger wurde aus den eigenen Reihen bestimmt: Pascal Sprenger leitete bislang den Bereich Financial Services und kennt das Haus seit zwei Jahrzehnten.
Der 46-Jährige hat den größten Teil seines Berufslebens im Hause KPMG verbracht, etwa zwei Jahrzehnte sind es mittlerweile. Aktuell führt er den Bereich Financial Services und sitzt im geschäftsführenden Verwaltungsrat der Schweizer Einheit. Diese Position bekleidet er seit 2024. Die Wahl trafen die stimmberechtigten Partnerinnen und Partner. Im Oktober übernimmt Sprenger offiziell den Chefposten.
Sein Vorgänger ist nicht irgendein Manager. Stefan Pfister hat zwölf Jahre lang an der Spitze gestanden, eine Amtszeit, die in der Beratungsbranche eher selten geworden ist. Bis März 2027 bleibt er dem internationalen Netzwerk noch verbunden, bevor er sich Mandaten in externen Verwaltungsräten widmen will.
Besonders bemerkenswert: Pfister wird intern als treibende Kraft hinter dem Zusammenschluss mit KPMG UK gewürdigt. Aus der Fusion ging die heute zweitgrößte Einheit im weltweiten Netzwerk hervor, größer ist nur die amerikanische Organisation. Durch die Internationalisierung konnte das Haus laut eigener Darstellung sowohl finanziell als auch personell aufstocken und sein Beratungsangebot in der Tiefe ausbauen.
Sprenger äußerte sich zu seiner Wahl mit den Worten: „Es freut mich außerordentlich, dass meine Partnerkolleginnen und -kollegen mir ihr Vertrauen schenken und mir die Führung von KPMG Schweiz übertragen." Pfister übergebe ihm ein „erfolgreiches, leistungsstarkes und zukunftsorientiertes Unternehmen".
Eine geordnete Ausgangslage allein wird allerdings nicht reichen. Die gesamte Branche steht unter Veränderungsdruck: KI-Einführung, Marktkonsolidierung und immer komplexere Regulierungsanforderungen prägen den Alltag. Auch das Schweizer Geschäft wird seine Strategie laufend anpassen müssen, wenn es im globalen Wettbewerb mithalten will.




