Die Energie-Portfolios von 20 großen Private-Equity- und Infrastrukturgesellschaften verursachen einer neuen Studie zufolge rund 1,5 Milliarden Tonnen Treibhausgase pro Jahr. Das ist mehr als doppelt so viel wie Deutschland im vergangenen Jahr ausgestoßen hat.
Die Energie-Portfolios von 20 großen Private-Equity- und Infrastrukturgesellschaften verursachen laut einer neuen Untersuchung rund 1,5 Milliarden Tonnen Treibhausgase pro Jahr, mehr als doppelt so viel wie Deutschland 2025. Würde man die Gruppe als Staat betrachten, stünde sie beim fossilen Ausstoß weltweit an fünfter Stelle, hinter den USA, Chin, Indien und Russland. Das geht aus der dritten Ausgabe des "Private Equity Climate Risks Scorecard" hervor, erstellt von den US-Organisationen Americans for Financial Reform Education Fund, Private Equity Stakeholder Project und Global Energy Monitor. Zu den untersuchten Gesellschaften mit zusammen 7,3 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen zählen BlackRock, Brookfield, Blackstone, Apollo Global Management und KKR. Sie stehen hinter mindestens 244 Energieunternehmen mit über 1050 fossilen Anlagen sowie 324 Kraftwerken mit 124 Gigawatt Leistung.
Brisant wird das Thema durch den KI-Boom: Private-Equity-Firmen investieren laut "Guardian" auch in die Hälfte der zehn größten US-Rechenzentrumsbetreiber und profitieren damit doppelt vom steigenden Strombedarf, den die IEA bis 2030 auf das Doppelte schätzt. Wirtschaftlich lohnend sind fossile Wetten dabei kaum, eine Auswertung von 145 Öl- und Gas-Fonds ergab für die Anleger inflationsbereinigt sogar einen Verlust. Die Studienautor:innen fordern von der Branche wissenschaftsbasierte Klimaziele und mehr Transparenz über ihre fossilen Beteiligungen.




