PitchBook Q1 2026: PE hält Kurs trotz Zöllen, Geopolitik und Private-Credit-Turbulenzen

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April 8, 2026
08.04.2026
2 Minuten Lesezeit

Der globale Private-Equity-Markt hat das erste Quartal 2026 trotz eines dichten Gegenwindes solide abgeschlossen. Deals und Exits zeigen Stärke, das Fundraising bleibt die Achillesferse.

5.100 Transaktionen und 481 Mrd. Dollar Dealvolumen im ersten Quartal

Trotz erneut aufflammender Zollunsicherheiten, wachsender Spannungen im Iran-Konflikt und zunehmender Sorgen rund um Private Credit hat der globale PE-Markt im ersten Quartal 2026 mehr als 5.100 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 481,6 Milliarden Dollar verzeichnet. Das Niveau liegt zwar unter den Quartalshöchstständen von 2025, übertrifft aber das zweite Quartal 2025, das unter dem stärksten Marktdruck des Vorjahres stand. Mit rund zwei Billionen Dollar verfügbarem Dry Powder und gesunkenen Finanzierungskosten sehen sich Sponsoren gut positioniert, das Dealgeschäft in den kommenden Quartalen weiter zu beleben. Die zweite Jahreshälfte 2025 galt dabei als zweitaktivste Periode aller Zeiten, übertroffen nur vom Rekordjahr 2021.

Exits stabil, Fundraising bleibt strukturell schwach

Im Exitbereich wurden 975 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 306,7 Milliarden Dollar abgeschlossen, ein Rückgang gegenüber dem starken vierten Quartal 2025, aber deutlich über dem Niveau des zweiten Quartals 2025. Mehr als 11.000 der weltweit rund 33.000 PE-gestützten Unternehmen werden seit über fünf Jahren gehalten, was einen erheblichen Verkaufsdruck für die kommenden Quartale aufbaut. Das Fundraising hingegen bleibt das strukturelle Sorgenkind: Mit 86 Milliarden Dollar eingesammeltem Kapital im ersten Quartal liegen die Zahlen kaum über dem Vorjahreswert von 88,4 Milliarden Dollar. Solange Ausschüttungen an LPs nicht dauerhaft zunehmen, dürfte die Kapitalbeschaffung herausfordernd bleiben.