Pitchbook sieht 2025 als starkes Jahr für Private Equity mit deutlich höherer Transaktionsaktivität. Gleichzeitig bleibt die Mittelakquise für neue Fonds der zentrale Belastungsfaktor.
Nach drei anspruchsvollen Jahren hat Private Equity wieder spürbar Fahrt aufgenommen. Laut Pitchbook erreichten Übernahmen 2025 weltweitrund 2,2 Bill. Dollar und lagen damit nur knapp unter dem Rekordjahr 2021 mit 2,3 Bill. Dollar. Die Zurückhaltung, nach der im Sommer 2022 eingeleiteten Zinswende, hat sichtbar nachgelassen, auch die Zahlungsbereitschaft im Marktsteigt. Insgesamt wechselten 20.592 Unternehmen in Private Equity Portfolios, das sind 6 Prozent mehr als im Vorjahr und rund 12 Prozent mehr als 2023.
Ein potenzieller Rekorddeal dürfte in der Auswertung noch nicht enthalten sein, da er noch nicht abgeschlossen ist. Für 55 Mrd. Dollarsoll der Spielehersteller Electronic Arts vom saudi-arabischen Staatsfonds PIF, dem Private Equity Investor Silver Lake und Jared Kushners Affinity Partners übernommen werden. Die Pitchbook Analysten Kyle Walters und Nicolas Moura beobachten, dass das globale Private Equity Ökosystem im Jahresverlauf Vertrauen zurückgewonnen und bis Ende 2025 wieder mehr Risikobereitschaft gezeigt habe. Kapital werde in einem seit 2021 nicht mehr gesehenen Tempo eingesetzt, während sich die Voraussetzungen für Exits weiter verbessern.
Auch auf der Veräußerungsseite zog der Markt an: Die Zahlerfolgreicher Exits über Verkäufe oder Börsengänge stieg 2025 um 5,6 Prozent auf rund 4.000, das Exit Volumen legte um 40 Prozent auf rund 1,3 Mrd. Dollar zu. Vom besseren Umfeld profitieren Investmentbanken, die Private Equity Investoren bei M&A, Finanzierungen und IPOs begleiten. Dealogic zufolge erzielten Goldman Sachs, J.P. Morgan und Morgan Stanley 2025 die höchsten Erträge in diesem Segment. Auf Investorenseite waren Blackstone, KKR und Apollo die wichtigsten Ertragsbringer. Der Gegenpol bleibt das Fundraising: Weltweit sammelten 540 Private Equity Investoren 2025 lediglich 407,5 Mrd. Dollar ein, das niedrigste Volumen seit 2015 und mit deutlichweniger erfolgreichen Fundraising Prozessen als im Vorjahr.




