Das Beratungshaus verpflichtet sich zu mehr Diversität bei der Nutzung künstlicher Intelligenz. Ein neuer Eingabeassistent soll helfen, geschlechtsneutrale und ausgewogene Ergebnisse zu erzielen.
PwC Australien geht neue Wege im Umgang mit künstlicher Intelligenz. Das Unternehmen hat eine Initiative unterzeichnet, die verhindern soll, dass Algorithmen alte Vorurteile reproduzieren. Hintergrund: Sprachmodelle lernen aus historischen Daten und können Verzerrungen übernehmen, wenn niemand gegensteuert. Australien-Chef Kevin Burrowes warnt, ohne angemessene Kontrolle könnten diskriminierende Muster in großem Maßstab durch Entscheidungsprozesse, Systeme und Dienstleistungen wandern.
Kern der Maßnahmen ist ein neuer Eingabeassistent für die konzerneigene KI-Plattform ChatPwC. Der sogenannte Inclusive AI Prompt soll Nutzer dabei unterstützen, ausgewogenere Antworten zu erhalten. Die Software erklärt dabei, welche Änderungen sie vorgenommen hat und warum. Burrowes nutzt das Werkzeug nach eigener Aussage regelmäßig und zeigt sich beeindruckt, wie zuverlässig es geschlechtsneutrale Formulierungen liefert.
Neben dem technischen Hilfsmittel startet PwC eine unternehmensweite Kommunikationsoffensive. Ziel ist es, Mitarbeitern zu zeigen, wie inklusive KI-Nutzung im Alltag funktioniert, und das Bewusstsein zu schärfen, dass Fairness eine gemeinsame Aufgabe ist. Die Initiative entstand in Zusammenarbeit mit Champions of Change, einem Netzwerk von Konzernchefs, und dem Women's Leadership Institute Australia, das mehr Frauen in Führungspositionen bringen will.
PwC Australien ordnet die Maßnahmen in seine langfristige Diversitätsstrategie ein, die bis 2030 läuft. Ergänzend verweist das Unternehmen auf sein Rahmenwerk für verantwortungsvolle KI, das auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit setzt.




