PwC Middle East verbündet sich exklusiv mit dem RegTech-Anbieter Label, um Banken in der Region den Meldeaufwand bei FATCA, CRS und der neuen Krypto-Berichtspflicht abzunehmen.
Die Vereinbarung macht PwC Middle East zum ausschließlichen regionalen Partner von Label für Installationen im eigenen Rechenzentrum des Kunden. Zusammengeführt werden dabei zwei Elemente: die steuer- und regulierungsrechtliche Beratung des Prüfungshauses und eine KI-gestützte Plattform, die den Meldeprozess weitgehend selbsttätig abwickelt. Neben verbesserter Datenqualität versprechen die Partner eine sauberere Steuerung und bessere Vorbereitung auf Prüfungen. Begleitet wird der gesamte Ablauf, von der Aufnahme neuer Mandanten über den technischen Aufbau bis zur laufenden Betreuung.
Der Zeitpunkt kommt nicht von ungefähr. Finanzhäuser am Golf sehen sich mit einer Meldelast konfrontiert, die stetig zunimmt. Neben den etablierten Vorgaben aus FATCA und dem gemeinsamen Meldestandard CRS kommt mit dem Crypto-Asset Reporting Framework eine weitere Pflicht hinzu, die erstmals Geschäfte mit digitalen Vermögenswerten erfasst. Viele Institute arbeiten dabei noch mit verstreuten, händisch gepflegten Abläufen, die weder skalieren noch der geforderten Genauigkeit standhalten. Genau diese Lücke soll das gemeinsame Angebot schließen.
Für Bilal Abba, Partner und bei PwC Middle East verantwortlich für das Global Information Reporting, suchen Institute inzwischen nach Lösungen, die fachliche Tiefe mit praktikabler Technik verbinden. Rodrigo Ruiz, Vorstandschef und Mitgründer von Label, wertet den Schritt als Meilenstein für sein Unternehmen und verweist auf die geteilte Sicht darauf, wohin sich die Steuertransparenz entwickelt. Beide Seiten sehen darin einen Beleg für eine breitere Verschiebung in der Finanzbranche: Je weiter die Aufsicht ihre Transparenzvorgaben ausdehnt, desto stärker verlagert sich die Erfüllung dieser Pflichten von der Handarbeit in die Automatisierung.




