Der US-Versicherer hat seine Eigentümerversammlung abgehalten. Elf Aufsichtsräte wurden bestätigt, die Managervergütung abgesegnet. Ein Vorstoß für einen externen Verwaltungsratschef fand keine Mehrheit.
Prudential Financial hat sein jährliches Aktionärstreffen absolviert. Auf der Agenda standen Personalien, Prüfermandat und Vergütungsfragen. Das meiste ging glatt durch. PricewaterhouseCoopers prüft auch künftig die Bilanzen. Fast 238 Millionen Stimmen befürworteten die Verlängerung, der Widerstand blieb mit 18 Millionen Gegenstimmen überschaubar.
Elf Kandidaten traten zur Wahl an, elf bekamen das Vertrauen. Gilbert Casellas, Carmine Di Sibio, Martina Hund-Mejean und acht weitere Personen sitzen für ein weiteres Jahr im Verwaltungsrat. Die Zustimmungsquoten schwankten zwischen 188 und 205 Millionen Stimmen pro Kopf.
Das Vergütungspaket für die oberste Führungsebene passierte ebenfalls. Knapp 188 Millionen Stimmen sprachen dafür, gut 18 Millionen lehnten ab. Das Ergebnis ist allerdings nur beratend, rechtlich bindet es den Konzern nicht.
Ein Investor hatte gefordert, den Posten des Verwaltungsratsvorsitzenden künftig unabhängig vom Konzernchef zu besetzen. Die Mehrheit wollte davon nichts wissen. Rund 143 Millionen Stimmen votierten dagegen, nur 63 Millionen dafür.
Der Versicherer schüttet im Juni 1,40 Dollar je Anteilsschein aus. Berechtigt ist, wer Ende Mai im Register steht. Weniger rosig sieht es im Asiengeschäft aus. Der Vertrieb in Japan liegt auf Eis, die Folgen belasten voraussichtlich die Ergebnisse 2026 und 2027. Mehrere Analysten haben ihre Einschätzungen gekappt. Morgan Stanley riet zum Verkauf, BMO Capital und Evercore ISI senkten ihre Kursziele. Das Papier wechselte zuletzt bei gut 103 Dollar den Besitzer und lag leicht im Plus.




