PwC: Globaler M&A-Markt steuert auf vier Billionen Dollar zu

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June 27, 2026
27.06.2026
3 Minuten Lesezeit

Das Jahr 2026 wird zum stärksten Übernahmejahr seit 2021. Treiber sind sogenannte Megadeals, die fast die Hälfte des gesamten Volumens ausmachen. Verantwortlich für den Schub ist vor allem der Hunger nach KI-Lösungen.

Riesentransaktionen prägen die Bilanz

Während kleine und mittlere Übernahmen weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen haben, dominieren wenige Großvorhaben das Bild. Geschäfte oberhalb von fünf Milliarden Dollar steuern aktuell rund 48 Prozent zum globalen M&A-Volumen bei. Im Vorjahr waren es 39 Prozent, im Jahr 2024 erst 26 Prozent. Wer die Kurve weiterzeichnet, kommt für das laufende Jahr auf einen Anstieg um 40 Prozent allein bei den Megadeals. Sollte das Gesamtvolumen tatsächlich die Marke von vier Billionen Dollar erreichen, läge es mindestens 13 Prozent über dem Vorjahreswert. Das wäre der zweithöchste Jahreswert seit 2021. Damals waren bei den globalen Übernahmen über fünf Billionen Dollar bewegt worden.

KI als Verstärker einer geteilten Welt

Brian Levy, der bei PwC in den Vereinigten Staaten den Bereich Deals Industries leitet, fasst die Lage in einen prägnanten Satz: „2026 ist das Jahr, in dem M&A in XXL-Größe stattfindet." Künstliche Intelligenz beschleunige die großen Vorhaben, ordne Kapitalströme neu und verschiebe Gewinner und Verlierer ganzer Sektoren. Was Levy als K-förmigen Markt beschreibt, lässt sich mit bloßem Auge ablesen. Während die obere Linie der großen Transaktionen steil nach oben weist, schleppt sich die untere mit zähem Tempo dahin. „Künstliche Intelligenz verschärft den K-förmigen M&A-Markt und zwingt Dealmaker dazu, das Geschäft grundlegend neu zu denken."

Was kleinere Akteure ausbremst

Im Mittelstandsegment häufen sich die Hindernisse. Geopolitische Unsicherheit, weit auseinanderklaffende Preisvorstellungen, abflauendes Wachstum sowie höhere Inflation und Zinsen machen Abschlüsse zäh. Hinzu kommt ein hartnäckiger Stau bei Beteiligungsgesellschaften, die ihre Investments dringend verkaufen müssten, dafür aber keine Abnehmer finden.

Drei Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit

Wie eng der Übernahmemarkt mittlerweile mit KI verflochten ist, zeigen drei aktuelle Vorhaben. SpaceX, der von Elon Musk geführte Raumfahrtkonzern, hat sich auf einen Deal über 60 Milliarden Dollar geeinigt, um das KI-Start-up Cursor zu übernehmen. Mit diesem Schritt rückt SpaceX in direkte Konkurrenz zu Unternehmen wie Anthropic und OpenAI. Salesforce wiederum bezahlt 3,6 Milliarden Dollar für Fin, eine Plattform für KI-gestützten Kundenservice. Der Cloud-Anbieter steht unter Druck, weil neue Werkzeuge sein traditionelles Geschäftsmodell aushöhlen könnten. Schließlich verhandelt der Chip-Hersteller Qualcomm laut Bloomberg über die Übernahme von Modular, einem KI-Chip-Spezialisten, der mit rund vier Milliarden Dollar bewertet wird.

Wo das Vertrauen sitzen wird

Längerfristig könnte sich der Übernahmeprozess selbst verändern. PwC vermutet, dass KI die privaten Märkte liquider macht, weil sich Vermögenswerte schneller bewerten und übertragen lassen. Der eigentliche Deal werde künftig auf zwei Säulen ruhen: maschinengestützte Analyse und menschliche Beurteilung. 

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