Die veränderte US-Regulierung unter der Trump-Administration bewegt den Wirtschaftsprüfungsriesen zu einer strategischen Neuausrichtung bei digitalen Assets.
PricewaterhouseCoopers ändert seinen Kurs. Das Unternehmen, das Kryptowährungen lange skeptisch gegenüberstand, positioniert sich nun aktiv in diesem Segment. Auslöser ist die veränderte Haltung der US-Behörden unter der Trump-Administration. Insbesondere personelle Wechsel bei der US Securities and Exchange Commission sowie neue Gesetzgebung haben die Entscheidung beeinflusst. Paul Griggs, CEO und Senior Partner, sieht im GENIUS Act einen Wendepunkt. Die neuen Regelungen für Stablecoins würden das Vertrauen institutioneller Anleger in digitale Assets stärken. Auch die fortschreitende Tokenisierung von Vermögenswerten erfordere laut Griggs eine aktive Positionierung von PwC in diesem wachsenden Markt.
Mit einem globalen Umsatz von 56,9 Milliarden US-Dollar zählt PwC zu den Big Four. Die Konkurrenz hat das Geschäftsfeld bereits erschlossen. Deloitte unterhält Blockchain-Allianzen mit Partnern wie Ava Labs und Bitwave. Ernst & Young berät bei Krypto-Strategie und Steuerfragen. KPMG bietet Audits für digitale Assets, Cybersecurity-Leistungen und spezialisierte Beratung an.
Der Schritt von PwC unterstreicht das wachsende institutionelle Interesse an Kryptowährungen. Für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften entstehen Geschäftsmöglichkeiten bei Compliance, Prüfung und strategischer Begleitung von Unternehmen, die in digitale Assets investieren oder diese emittieren.




