Für einen einzigen Entgeltpunkt braucht es ab Januar fast 52.000 Euro Jahresgehalt.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die Rechengrößen der Sozialversicherung für 2026 angepasst. Die Folge: Das Durchschnittsentgelt steigt auf 51.944 Euro. Diese Kennzahl ist zentral für die Rentenberechnung, denn sie bestimmt, wie viele Entgeltpunkte Beschäftigte für ihr Gehalt erhalten. Wer genau diesen Betrag verdient, sammelt einen Punkt. Wer weniger verdient, bekommt entsprechend weniger.
Das Fachportal rentenbescheid24.de rechnet vor: „Ab dem 1. Januar 2026 muss man 51.944 Euro im Jahr, also 4328 Euro brutto im Monat, verdienen, nur um einen einzigen Entgeltpunkt in der gesetzlichen Rentenversicherung zu bekommen". Bei 30.000 Euro Jahresgehalt sind es lediglich 0,5775 Punkte, bei 70.000 Euro immerhin 1,3476 Punkte. Die Obergrenze liegt bei 101.400 Euro mit maximal 1,9521 Punkten.
Der aktuelle Rentenwert beträgt 40,79 Euro pro Entgeltpunkt (Stand Juli 2025). Wer also im Jahr 2026 bei einem Gehalt von 45.000 Euro arbeitet, erhält 0,8662 Punkte. Das entspricht einer monatlichen Bruttorente von rund 35,30 Euro für dieses eine Arbeitsjahr. Zugangsfaktor und mögliche Zuschläge können den Betrag laut Deutscher Rentenversicherung noch verändern.
Die Rentenpunkte sind das eine, die reale Kaufkraft das andere. Die Deutsche Rentenversicherung stellt einen neuen Rechner bereit, der Inflation berücksichtigt. Die Behörde mahnt: „Die Inflation beeinflusst die Kaufkraft zukünftiger Renten und spielt damit auch für die Altersvorsorge eine wichtige Rolle. Zu verstehen, wie sich die Inflation auf die eigene Vorsorge auswirken kann und dass unter Umständen weniger Geld zur Verfügung steht als erwartet, ist daher wichtig."
Unterm Strich bedeutet die neue Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung: Gleiche Arbeitsleistung bringt künftig weniger Rentenanspruch. Entgeltpunkte dokumentieren den individuellen Anspruch, indem sie das eigene Einkommen ins Verhältnis zum Durchschnittsverdienst aller Versicherten setzen. Wer seine Altersvorsorge planen will, sollte diese Verschiebung einkalkulieren.




