Die Stuttgarter Prüfungs- und Beratungsgesellschaft schließt das Jahr 2025 mit einem zweistelligen Plus ab. Vor allem die Wirtschaftsprüfung legte kräftig zu.
Über elf Prozent mehr Erlöse als im Vorjahr, unterm Strich 535,2 Millionen Euro: Mit dieser Bilanz beendet die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2025. Bemerkenswert ist die Breite des Aufschwungs, denn keine der vier Sparten blieb hinter den Erwartungen zurück. Parallel zum Geschäft wuchs auch die Mannschaft. Inzwischen arbeiten rund 2.900 Menschen für das Haus, das mit einer neuen Niederlassung in Ravensburg auf 15 deutsche Standorte kommt.
Den größten Sprung machte das Kerngeschäft mit Abschlussprüfungen. Knapp ein Fünftel mehr Umsatz bedeuten 163,7 Millionen Euro für diesen Bereich. Zu verdanken hat das die Gesellschaft prominenten Neukunden wie der Deutschen Euroshop oder JobRad. Auch das internationale RSM-Netzwerk spielte den Stuttgartern zusätzliche Aufträge zu.
Wer im Haus den größten Brocken zum Gesamtumsatz beiträgt, ist weiterhin die Steuerberatung. Mit 180,2 Millionen Euro legt sie um gut sieben Prozent zu. Treibend wirkten die Beratung zu internationalen Steuerfragen sowie die anstehenden Änderungen bei Erbschaft und Nachfolge. Hinzu kommt eine wachsende Nachfrage von Finanzinvestoren, die ihre Übernahmestrategien steuerlich begleiten lassen.
Die Beratungssparte erwirtschaftete 122,2 Millionen Euro und damit gut sieben Prozent mehr. Auffällig: Die hauseigenen Management Consultants wuchsen sogar um über zwanzig Prozent. Für das Thema digitale Transformation hat die Gesellschaft eine eigene Tochter ins Leben gerufen. Unter dem Namen RSM Ebner Stolz Digital Consulting bündelt sie alles, was mit Digitalstrategie, ERP-Einführungen und Künstlicher Intelligenz zu tun hat.
In der Rechtsberatung stehen 69,1 Millionen Euro Umsatz in den Büchern, ein Zuwachs von knapp zehn Prozent. Stark gefragt waren Mandate rund um Übernahmen mittelständischer Unternehmen sowie Beratung zu Umstrukturierungen und arbeitsrechtlichen Themen. Holger Jenzen, Sprecher der Partnerschaft, blickt zuversichtlich nach vorne. Trotz unsicherer Rahmenbedingungen sieht er für alle vier Bereiche weiteres Wachstumspotenzial, getragen vor allem vom Mittelstand.




