RWE und Google investieren in Proxima Fusion

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July 10, 2026
10.07.2026
2 Minute Lesezeit

Von der Forschung zur industriellen Umsetzung

Proxima Fusion hat eine Finanzierungsrunde über 411 Millionen Euro abgeschlossen und wird damit mit 2,4 Milliarden Euro bewertet. Angeführt wurde die Runde von XTX Ventures und East X Ventures, strategisch beteiligten sich RWE und Google. Auch KfW Capital, SPRIND und Burda Principal Investments stiegen neu ein, während Bestandsinvestoren wie Plural, UVC Partners, Balderton, Cherry Ventures, DST Global Partners, Brevan Howard Macro Venture, Lightspeed, DTCF, redalpine, Leitmotif, Elaia, CDP Venture Capital, Bayern Kapital und der EIC Fund erneut Kapital nachschossen. Damit ist die Runde die größte private Finanzierung in der europäischen Fusionsbranche und eine der größten Technologiefinanzierungen Europas in diesem Jahr überhaupt. RWE war erst wenige Monate zuvor eine Partnerschaft mit Proxima eingegangen, um am Standort eines ehemaligen Kernkraftwerks im bayerischen Gundremmingen das erste Stellarator Kraftwerk zu errichten. Innerhalb von knapp drei Jahren hat Proxima damit insgesamt mehr als 650 Millionen Euro eingesammelt, darunter 95 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln.

Alpha als Blaupause für die kommerzielle Fusion

Im Zentrum der Strategie steht Alpha, ein Netto Energie Stellarator Demonstrator nahe München, den Proxima gemeinsam mit dem Freistaat Bayern, dem Max Planck Institut für Plasmaphysik und RWE realisiert. Alpha soll als Brücke zwischen jahrzehntelanger Fusionsforschung und kommerzieller Anwendung dienen und zentrale Technologien validieren, bevor Ende des Jahrzehnts das erste Fusionskraftwerk der Welt entstehen soll. Die Runde übertraf sogar das Ziel, den bayerischen Förderbeitrag von 400 Millionen Euro an privatem Kapital zu spiegeln, ein Beleg dafür, wie gezielt öffentliche Investitionen privates Kapital mobilisieren können. Mit dem frischen Kapital treibt Proxima die Fertigstellung der Stellarator Model Coil voran und baut die Produktion von HTS Kabeln und Magneten aus. Dr. Francesco Sciortino, Mitgründer und CEO von Proxima Fusion, erklärt dazu: „Europa liefert sich mit den USA und China ein Rennen um das erste Fusionskraftwerk. Investoren erkennen sowohl die Dringlichkeit als auch die Chance dessen, was wir tun, und unterstützen uns beim Aufbau eines Energietechnologie Unternehmens für Generationen.“

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