Mit dem neuen Slackbot will der CRM-Riese die Unternehmenskommunikation grundlegend verändern und verspricht Zeitersparnisse von bis zu 20 Stunden pro Woche.
Was Slackbot von der wachsenden Armada an Copiloten unterscheidet? Der Bot nistet sich nicht als zusätzliches Werkzeug neben bestehende Software. Er arbeitet genau dort, wo Mitarbeiter sowieso ihre Zeit verbringen. Slack-Marketingchef Ryan Gavin grenzt das Produkt klar ab: kein Team-Helfer, sondern ein persönlicher Arbeitsassistent. Der Bot durchforstet Unterhaltungen, Dateien und Kalender. Er greift auf angeschlossene Unternehmenssysteme zu, sofern der Nutzer die entsprechenden Rechte besitzt. Daraus entstehen Zusammenfassungen, Entscheidungsvorlagen, Präsentationsentwürfe.
Salesforce bettet den neuen Assistenten in seine Agentforce-Plattform ein. Slack übernimmt dabei die Rolle einer Gesprächsoberfläche für sämtliche KI-Agenten im Unternehmen. CTO Rob Harris wählt große Worte: Er bezeichnet Slack als Betriebssystem für die Zusammenarbeit zwischen Menschen und künstlicher Intelligenz.
Salesforce hat das System zunächst an sich selbst getestet. Mitarbeiter nutzen Slackbot für Priorisierungen, Diskussionszusammenfassungen und interne Überprüfungen. Das Unternehmen beziffert die Zeitersparnis auf fünf bis 20 Stunden pro Kopf und Woche. Bei Vorführungen demonstrierte der Konzern, wie der Bot Slack-Diskussionen mit CRM-Kennzahlen verknüpft und daraus Handlungsempfehlungen ableitet.
Die aktuelle Version markiert erst den Anfang. Funktionen wie das automatische Anlegen von Terminen fehlen noch. Salesforce kündigt diese Erweiterungen für kommende Updates an. Der strategische Kurs steht jedoch fest: Slack mutiert vom Nachrichtendienst zur Kommandozentrale.




