Samsung knackt Gewinnrekord

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January 30, 2026
30.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Der südkoreanische Technologieriese verdreifacht seinen Betriebsgewinn und übertrifft selbst optimistische Analystenprognosen, angetrieben vom unstillbaren Hunger der KI-Branche nach Speicherchips.

Zahlen, die Geschichte schreiben

Selten liest sich eine Quartalsbilanz so eindrucksvoll wie jene, die Samsung Electronics soeben vorgelegt hat. Zwischen Oktober und Dezember 2025 erzielte Südkoreas größter Konzern einen Betriebsgewinn von 20,1 Billionen Won. In Euro entspricht das etwa 11,8 Milliarden. Nie zuvor in der Unternehmensgeschichte stand am Ende eines Quartals eine höhere Zahl. Selbst Analysten, die mit kräftigen Zuwächsen gerechnet hatten, zeigten sich überrascht. Eine Ökonomenumfrage der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap war von einem etwas niedrigeren Ergebnis ausgegangen.

Verdreifachung binnen zwölf Monaten

Der Blick auf das Vorjahr macht die Dynamik greifbar. Im vierten Quartal 2024 lag der Betriebsgewinn bei einem Bruchteil des aktuellen Wertes. Innerhalb von zwölf Monaten hat sich das Ergebnis verdreifacht. Wachstumsraten dieser Dimension sind in etablierten Industrien eine Seltenheit. Im Halbleitersektor folgen sie einer ökonomischen Logik, die derzeit alles dominiert: künstliche Intelligenz.

Rechenzentren treiben die Nachfrage

Hinter dem Rekordjahr steht ein globaler Investitionsschub. Technologiekonzerne bauen ihre Infrastruktur für KI-Anwendungen massiv aus. Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Speicherkapazität, um die wachsenden Datenströme zu verarbeiten. Das treibt nicht nur die Absatzzahlen nach oben, sondern auch die Preise. Samsung Electronics gehört zu den weltweit führenden Produzenten dieser Komponenten und profitiert überproportional vom aktuellen Boom.

Komponentengeschäft wird zum Gewinnmotor

Während andere Geschäftsfelder wie Unterhaltungselektronik mit stagnierenden Margen kämpfen, entwickelt sich die Halbleitersparte zum tragenden Pfeiler des Konzerns. Die jüngsten Zahlen unterstreichen diese Verschiebung eindrücklich. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Aufwärtstrend noch mehrere Quartale anhalten könnte, solange die Investitionen in KI-Infrastruktur unvermindert weiterlaufen.