Die japanische Holding investiert in Speichertechnologie mit Intel und verhandelt Berichten zufolge über 30 Milliarden Dollar für OpenAI.
Der Wettlauf um die Infrastruktur Künstlicher Intelligenz gewinnt an Tempo. SoftBank meldet sich mit zwei parallelen Initiativen zurück und signalisiert damit den Anspruch, im globalen KI-Markt eine zentrale Rolle zu spielen. Die Börse reagierte positiv auf die strategischen Ankündigungen.
Über die Tochtergesellschaft SAIMEMORY geht SoftBank eine Entwicklungspartnerschaft mit dem amerikanischen Halbleiterkonzern Intel ein. Ziel ist die Marktreife einer Technologie namens Z-Angle Memory. Diese Speicherlösung soll höhere Kapazitäten und Übertragungsraten erreichen als herkömmliche Produkte, gleichzeitig aber weniger Energie verbrauchen. KI-Anwendungen mit ihrem enormen Datenhunger würden davon besonders profitieren.
Die technologische Grundlage liefert Intels Next Generation DRAM Bonding. Diese Entwicklung entstand im Rahmen eines Programms des US-Energieministeriums zur Förderung fortschrittlicher Speichertechnologien. SoftBank übernimmt nun die kommerzielle Weiterentwicklung. Der Fahrplan ist ambitioniert, aber realistisch getaktet. Entwicklungsstart erfolgt im ersten Quartal 2026. Funktionsfähige Prototypen sollen bis März 2028 vorliegen. Die Markteinführung peilt der Konzern für den Zeitraum 2029 bis 2030 an. Bis zum Prototypenstadium fließen rund 20 Millionen Dollar.
Unabhängig von der Hardwareschiene könnte SoftBank sein Engagement bei generativer KI drastisch ausweiten. Medienberichten zufolge laufen Gespräche über eine Aufstockung der bestehenden OpenAI-Beteiligung um bis zu 30 Milliarden Dollar. Eine Finanzierungsrunde in dieser Größenordnung würde den ChatGPT-Entwickler mit etwa 830 Milliarden Dollar bewerten. SoftBank würde damit zu einem der bedeutendsten Geldgeber im gesamten KI-Sektor aufsteigen.
Anleger beobachten zudem die Geschäftsentwicklung bei Arm Holdings. Die SoftBank-Tochter präsentiert ihre Quartalszahlen und dürfte dabei Einblicke geben, wie sich eigene KI-Initiativen auf die Lizenzeinnahmen auswirken. Der Chipdesigner profitiert von der wachsenden Nachfrage nach energieeffizienten Prozessoren für mobile und eingebettete Anwendungen.




