Teigland: Ohne Training kein KI-Gewinn

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January 26, 2026
26.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Die globale EY-Vizevorsitzende rechnet in Davos vor, warum Unternehmen ihre Arbeitsorganisation umkrempeln müssen, bevor sich Investitionen in künstliche Intelligenz auszahlen.

Tools kaufen reicht nicht

Wer glaubt, mit der Einführung von KI-Software sei die Arbeit getan, irrt gewaltig. Julie Teigland bringt es beim Weltwirtschaftsforum auf den Punkt: Produktivitätsgewinne entstehen erst, wenn Unternehmen parallel in ihre Belegschaft investieren. Stellenprofile müssen sich ändern, Prozesse neu gedacht werden.

Die Formel lautet 81 zu 14

EY hat nachgerechnet. Rund 81 Trainingsstunden pro Kopf, verbunden mit angepassten Rollen, können wöchentliche Produktivitätszuwächse von etwa 14 Prozent bringen. Entscheidend ist der Wandel vom Ausführen zum Überwachen. Mitarbeitende sollen künftig oberhalb der Automatisierung agieren, nicht mehr mittendrin.

Davos zeigt sich nüchterner

Die Euphorie vergangener Jahre ist verflogen. Teigland beobachtet realistischere Gespräche als noch vor zwölf Monaten. Viele Unternehmen haben die erste Phase hinter sich, Copiloten laufen, erste Erfahrungen liegen vor. Die Frage lautet jetzt: Wie gelingt der Sprung vom Experiment in den Alltag?

Zu viele Piloten, zu wenig Mut

Teigland warnt vor einer unterschätzten Gefahr. Wer endlos testet, ohne zu skalieren, landet in einer Sackgasse. Der nächste Schritt erfordert Entschlossenheit.