Der Automobilkonzern beteiligt 4.000 Manager mit acht Prozent Gehaltsverzicht an Sanierungskosten, während 35.000 Stellen wegfallen und die Produktionskapazität um 25 Prozent sinkt.
Volkswagen setzt die im Dezember vereinbarten Sparmaßnahmen zwischen Konzernführung und Gewerkschaften um. Circa 4.000 Führungskräfte verzichten auf acht Prozent ihrer Vergütung. Personalvorstand Gunnar Kilian beziffert gegenüber der Braunschweiger Zeitung das Einsparpotenzial auf über 300 Millionen Euro. Die Kürzungen erfolgen primär über Jahresboni, die ab Mai 2026 erstmals reduziert werden. Der Vorstand beteiligt sich mit höherem Prozentsatz als das mittlere Management. Bereits 2024 akzeptierte das Führungsgremium eine fünfprozentige Gehaltsreduktion, ließ jedoch Bonuszahlungen, die den Hauptanteil der Vorstandsvergütung ausmachen, weitgehend unberührt.
Das Führungsgremium aus zehn Personen bezog 2023 insgesamt rund 45 Millionen Euro. Oliver Blume steht mit ungefähr 10 Millionen Euro an der Spitze aller Dax-Vorstandschefs bei der Vergütung. Christiane Benner, Vorsitzende der IG Metall, äußerte sich im Dezember während einer Versammlung in Wolfsburg unmissverständlich: "Ich fordere von VW-Vorständen und Aktionären, mit gutem Beispiel voranzugehen und zu sagen: ‚Wir verzichten.'" Der kurz vor dem Jahreswechsel präsentierte Sanierungsplan beinhaltet die Streichung von 35.000 Arbeitsplätzen. Der Konzern zielt auf eine Verringerung der Fertigungskapazitäten um ein Viertel ab. Die angestrebten Kostensenkungen belaufen sich auf 4 Milliarden Euro pro Jahr.




