Westbridge startet Rechtsabteilung

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January 29, 2026
29.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Frankfurter Spezialist für Energie- und Nachhaltigkeitsberatung holt sich einen erfahrenen Transaktionsjuristen, um erstmals eine eigene Legal- und Compliance-Struktur aufzubauen.

Neue Funktion, neuer Kopf

Wenn Unternehmen wachsen, wächst auch ihr Bedarf an rechtlicher Steuerung. Westbridge Advisory, ein auf institutionelle Immobilienkunden spezialisierter Energieberater aus Frankfurt, hat diese Schwelle nun überschritten. Zum Jahresbeginn 2026 trat Joy Neugebauer als Director Legal & Compliance in das Unternehmen ein. Der 37-Jährige verantwortet damit eine Funktion, die bei Westbridge bislang nicht existierte. Seine Aufgabe: von Grund auf eine Rechts- und Compliance-Struktur errichten, die dem Wachstumskurs des Unternehmens standhält.

Prägung durch Krise und Komplexität

Neugebauer bringt einen Erfahrungsschatz mit, der in turbulenten Gewässern entstanden ist. Zuletzt arbeitete er beim Automobilzulieferer Leoni, einem Unternehmen, das in den vergangenen Jahren durch tiefgreifende Restrukturierungen ging. Dort begleitete er M&A-Prozesse und Refinanzierungstransaktionen unter hohem Druck. Wer in solchen Situationen funktioniert, versteht, wie man rechtliche Risiken in komplexen Unternehmenslagen steuert.

Vom Berater zum Mandanten

Vor seiner Zeit bei Leoni gehörte Neugebauer zur Corporate- und M&A-Praxis von PwC Legal. In dieser Rolle lernte er Westbridge von der anderen Seite des Tisches kennen: Er beriet das Unternehmen bei Kreditfinanzierungen. Diese frühere Mandatsbeziehung dürfte den Wechsel erleichtert haben. Beide Seiten wussten, worauf sie sich einlassen. In seiner neuen Position berichtet Neugebauer direkt an CFO Jonas Coesfeld.

Investor im Hintergrund

Westbridge gehört zum Portfolio von Permira, einem der großen europäischen Private-Equity-Häuser. Das Unternehmen berät institutionelle Eigentümer von Immobilien in Fragen der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Mit verschärften regulatorischen Anforderungen an Gebäude und wachsendem Interesse an ESG-Themen dürfte die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen weiter steigen. Eine professionelle Rechtsabteilung ist da kein Luxus, sondern Voraussetzung für den nächsten Entwicklungsschritt.