Im Rahmen eines Asset Deals übernimmt EY-Parthenon wesentliche Teile der Syngroup. Damit stößt ein Spezialistenteam für industrielle Produktion zur Wiener Strategieberatung.
Über 40 Beratungsprofis wechseln im Zuge der Transaktion zu EY-Parthenon. Das Team bringt einen klaren Schwerpunkt mit, der die bestehende Strategieberatung sinnvoll ergänzt: Es konzentriert sich auf die konkrete Optimierung der Produktion direkt im Betrieb. Besonders gefragt sind diese Fähigkeiten in Transformations- und Restrukturierungssituationen. Über die Industrieproduktion hinaus verfügt die Mannschaft über profundes Wissen im Bereich Print und Packaging.
Walter Woitsch, früher Partner bei Syngroup und nun in gleicher Funktion bei EY in Österreich tätig, beschreibt die Logik der Transaktion knapp. Der Deal verbinde „operative Stärke mit strategischer und internationaler Reichweite". Damit ist die Stoßrichtung umrissen: Was bisher als spezialisierte Boutique-Leistung verfügbar war, wird in eine global aufgestellte Beratungsorganisation eingebettet.
Klaus Haberfehlner, Leiter Strategy & Execution bei EY-Parthenon Österreich, sieht einen praktischen Mehrwert. Man rücke „operativ näher an die Kund:innen heran, direkt in Fertigung, Lieferkette und Prozesse". Gerade in anspruchsvollen Restrukturierungs- und Transformationsphasen sei diese Nähe ein deutlicher Vorteil.
Gunther Reimoser, Country Managing Partner von EY Österreich, ordnet den Schritt strategisch ein: „Mit der Syngroup als Teil von EY stärken wir unsere Kompetenzen im industriellen Sektor wie auch im Bereich Restrukturierung signifikant. Wir gewinnen ein Team, das für hohe Umsetzungskraft und messbare Ergebnisse steht und das uns ermöglicht, Industrieunternehmen künftig noch umfassender zu begleiten."
Hintergrund der Transaktion ist die angespannte Lage in der Industrie. Steigende Kosten, schwankende Märkte und veränderte Lieferketten zwingen Unternehmen zu permanenten Anpassungen ihrer Strukturen. Hinzu kommt der zunehmende Einsatz sogenannter Industrial AI, der die Produktionssysteme von Grund auf verändert. In diesem Umfeld ist die Nachfrage nach Beratern besonders hoch, die nicht nur Strategiepapiere liefern, sondern in den Fabrikhallen mit anpacken können. Genau diese Mischung bringt Syngroup mit, was den Wert des Zukaufs für EY-Parthenon erklärt.
Mit der Integration positioniert sich EY noch stärker als integrierter Partner für Industrieunternehmen. Die Kombination aus strategischer Beratung und operativer Umsetzungserfahrung soll Mandanten erlauben, anspruchsvolle Veränderungsvorhaben aus einer Hand abzuwickeln. Der Trend, klassische Strategieberatung mit unmittelbarer Umsetzungserfahrung zu verbinden, prägt seit einigen Jahren das Geschäft der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.




