Das Münchner Start-up Aampere digitalisiert den europäischen Gebrauchtmarkt für Elektroautos und hat dafür 4,2 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wird die Runde erneut vom estnischen VC Trind Ventures.
Das 2022 gegründete Münchner Start-up Aampere hat 4,2 Millionen Euro frisches Kapital eingesammelt, um seine volldigitale Handelsplattform für gebrauchte Elektroautos europaweit auszubauen. Es ist bereits die dritte Finanzierungsrunde in drei Jahren, nach einer Pre-Seed-Runde über 350.000 Euro im Sommer 2023 und einer Seed-Runde über 1,6 Millionen Euro im Oktober 2025. Angeführt wird die aktuelle Runde erneut vom estnischen VC Trind Ventures. Neu mit dabei sind die norwegische Vend Marketplaces ASA, die Gruppe hinter Plattformen wie FINN.no und Blocket, sowie der Consumer-Investor G-FUND und mehrere Business Angels aus der Autoindustrie. Hinter Aampere steht das Gründer-Trio Florian Reister, Niko Schmidt und Maximilian Rost. Das Team ist auf über 25 Mitarbeitende gewachsen und verzeichnete nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr ein vierfaches Umsatzwachstum.
Aampere vermittelt zwischen privaten oder gewerblichen Verkäufern und einem europaweiten Händlernetzwerk. Eine Software ermittelt den Fahrzeugwert, gefolgt von einem digitalen Zustands- und Historiencheck, bevor das Auto europaweit versteigert wird. CEO Florian Reister bezeichnet Elektroautos als „Smartphones on Wheels“, bei denen allein die Datenlage über den Zustand entscheidet, nicht die physische Inspektion. Geld verdient das Start-up über die Differenz zwischen Händler-Höchstgebot und Auszahlung an den Verkäufer. Gebundene Liquidität entstehe dabei nicht, da Aampere Fahrzeuge nur für eine juristische Sekunde ankaufe und direkt weiterverkaufe. Der Wettbewerb bleibt hart, Reichweitenriesen wie Mobile.de und AutoScout24 sowie der C2B-Spezialist Auto1 dominieren den Markt. Reister setzt jedoch den vollständigen Fokus auf Elektrofahrzeuge als Wettbewerbsvorteil, während E-Autos bei Auto1 bislang nur rund ein Prozent des Volumens ausmachen.




