Apple verschärft den Streit mit OpenAI

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July 20, 2026
21.07.2026
2 Minuten Lesezeit

Nach der Klage gegen zwei prominente Abgänge nimmt der iPhone-Konzern nun rund 40 weitere frühere Beschäftigte ins Visier, die heute bei OpenAI arbeiten und Interna weitergegeben haben sollen.

Ein wachsender Kreis von Beschuldigten

Was mit zwei Namen begann, betrifft inzwischen eine ganze Gruppe. Die Financial Times berichtet, dass Apples Juristen etwa 40 einstige Mitarbeiter angeschrieben und aufgefordert haben, Unterlagen und Korrespondenz zu sichern sowie zu Gesprächen zu erscheinen. Rechnerisch steht damit jeder zehnte jener 400 Fachleute unter Beobachtung, die in den vergangenen Jahren von Cupertino zum KI-Unternehmen gewechselt sind. Der Grund für die Abwanderung liegt in OpenAIs Ambition, eine eigene Hardware für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu entwickeln, wofür erfahrenes Apple-Personal besonders begehrt ist.

Zwei Namen am Ursprung

Den Anfang machte eine Klage gegen zwei hochrangige Abgänge. Tang Tan prägte über zwanzig Jahre hinweg das Design von iPhone und Apple Watch und leitet mittlerweile die Gerätesparte bei OpenAI. Sein früherer Weggefährte Chang Liu war als leitender Ingenieur in einige der geheimsten Entwicklungsprojekte eingebunden. Apple wirft ihm vor, Aufforderungen zur Rückgabe von Geräten und zum Abschlussgespräch ignoriert und zugleich über seinen Firmenrechner auf interne Daten zugegriffen zu haben. Beide sollen neuen Kollegen erklärt haben, wie sich die Sicherheitskontrollen beim Ausscheiden austricksen lassen. Bewerber wurden angeblich sogar gebeten, Bauteile aus dem Hause Apple zum Gespräch mitzubringen.

Ein Streit zur Unzeit

OpenAI weist sämtliche Vorwürfe zurück und sieht keinerlei Beleg für einen Diebstahl geistigen Eigentums. Für das Unternehmen fällt die Auseinandersetzung dennoch in eine heikle Phase, da noch in diesem Jahr der Gang an die Börse ansteht. Dass mittlerweile Hunderte ehemalige Apple-Kräfte an konkurrierender Technik arbeiten, verspricht weiteren Zündstoff, der die Sache juristisch noch lange begleiten dürfte.

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