Das Family Office der Strüngmann-Zwillinge gehört zu einer Gruppe namhafter Neu-Investoren, die Anteile von frühen Doctolib-Gesellschaftern erworben haben, allerdings mit deutlichem Abschlag zur letzten Finanzierungsrunde.
Das Münchner Family Office Athos der Brüder Andreas und Thomas Strüngmann hat sich gemeinsam mit der dänischen A.P. Moller Foundation der Familie Maersk, dem New Yorker Investmentvehikel Invus sowie der Londoner Wachstumsfirma Salica an einer Sekundärrunde bei Doctolib beteiligt. Die neuen Gesellschafter erwarben Anteile von frühen Investoren; frisches Kapital floss nicht in das Unternehmen. Die dabei angesetzte Bewertung von 3,6 Milliarden Euro liegt deutlich unter der 5,8 Milliarden Euro, zu der Doctolib zuletzt 2022 bewertet worden war. Solche Bewertungsanpassungen bei Secondary-Transaktionen sind nicht ungewöhnlich, fallen hier aber besonders markant aus.
Das 2013 in Paris gegründete Unternehmen verzeichnete 2025 einen Umsatzanstieg von fast einem Drittel auf 422 Millionen Euro und erzielte erstmals einen Gewinn. Für 2026 wird ein Gewinnziel von rund 60 Millionen Euro angepeilt. Ende 2024 zählte Doctolib 400.000 zahlende Gesundheitsanbieter, davon 100.000 in Deutschland, sowie 25 Millionen deutsche Nutzer mit Patientenkonto. Athos, das bereits rund 42 Prozent an Biontech hält und zuletzt mit dem Kauf der Münchner Fünf Höfe für Aufsehen sorgte, setzt mit dem Investment seine Wachstumsstrategie im Gesundheits- und Technologiebereich konsequent fort.




