Der Seltenerd-Spezialist bestellt eine neue Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das laufende Geschäftsjahr, der Abgang des bisherigen Prüfers erfolgte ohne Differenzen.
Der an der Nasdaq notierte Rohstoffkonzern Realloys hat sich von seiner bisherigen Prüfungsgesellschaft getrennt. Victor Mokuolu CPA scheidet mit Wirkung zum 17. April aus dem Mandat aus, wie das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC bekannt gab. Der Prüfungsausschuss segnete die Entscheidung ab. Streitigkeiten lagen dem Wechsel nicht zugrunde. Die Testate für 2024 und 2025 enthielten weder Einschränkungen noch Versagungsvermerke. Allerdings hatte der scheidende Prüfer in beiden Jahren auf Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens hingewiesen.
Zeitgleich mit der Trennung bestellte der Prüfungsausschuss die Gesellschaft Grassi & Co. als neuen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2026. Realloys betonte in der Mitteilung, dass es vor der Beauftragung keinerlei Kontakt zwischen dem Unternehmen und Grassi zu Bilanzierungsfragen oder Prüfungsmodalitäten gegeben habe.
Abseits des Prüferwechsels treibt Realloys sein operatives Geschäft voran. In Ohio entsteht derzeit eine Anlage zur Metallisierung schwerer Seltenerdmetalle. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 vorgesehen, das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 40 Millionen Dollar. Jährlich sollen dort etwa 30 Tonnen Dysprosium und 15 Tonnen Terbium produziert werden. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen per Absichtserklärung Zugriff auf einen Teil der Förderung eines Seltenerd-Projekts in Montana. Das Analysehaus Clear Street nahm die Aktie kürzlich mit Kaufempfehlung und einem Kursziel von 35 Dollar in die Beobachtung auf.




