CEO Nik Storonsky dämpft Erwartungen an einen baldigen Börsengang der Digitalbank. Vor dem IPO stehen weitere Finanzierungsrunden und der gezielte Ausbau des US-Markts.
Revolut-CEO Nik Storonsky hat in der Sendung „The David Rubenstein Show" auf Bloomberg TV klargestellt, dass ein Börsengang für die in London ansässige Digitalbank frühestens 2028 zu erwarten sei. Dabei betonte er die strategische Bedeutung der Börsennotierung für das Vertrauen in ein Bankinstitut: „Börsennotierte Unternehmen genießen im Vergleich zu privaten Unternehmen mehr Vertrauen." Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, dass das Unternehmen bereits 2026 den Kapitalmarkt ansteuern könnte.
Vor einem möglichen IPO plant Revolut weitere Finanzierungsrunden, die laut Storonsky in der Regel alle ein bis zwei Jahre durchgeführt werden. In der jüngsten Runde vom November 2025 wurde das Unternehmen mit 75 Milliarden Dollar bewertet, nach 45 Milliarden Dollar im Vorjahr. Im März 2026 erhielt Revolut die britische Banklizenz; ein Antrag auf eine US-Banklizenz ist gestellt. Der ehemalige Visa-Manager Cetin Duransoy leitet die US-Aktivitäten, die seit 2020 in Partnerschaft mit amerikanischen Banken betrieben werden. Das veränderte regulatorische Klima in den USA bezeichnete Storonsky als klaren Vorteil für das laufende Lizenzierungsverfahren.




