Kanzleien verdienen Millionen am Schroders-Deal

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March 18, 2026
19.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Anwaltskosten für die 9,9-Milliarden-Pfund-Übernahme werden auf knapp 38 Millionen Pfund geschätzt. Clifford Chance und Slaughter and May teilen sich den Kuchen.

Zwei Kanzleien teilen den Kuchen

Die Übernahme des traditionsreichen Londoner Vermögensverwalters Schroders durch Nuveen beschert zwei Großkanzleien üppige Honorare. Clifford Chance berät die Käuferseite und dürfte den Großteil der 14,3 Millionen Pfund einstreichen, die Nuveen für rechtliche Begleitung eingeplant hat. Auf Seiten von Schroders führt Slaughter and May das Mandat. Hier stehen 23,5 Millionen Pfund für Anwaltskosten im Raum.

Ende einer Ära

Der Deal besiegelt das Ende von 200 Jahren Familienbesitz bei Schroders. Das Unternehmen wird von der Londoner Börse verschwinden und mit Nuveen zu einem der größten Fondsmanager der Welt verschmelzen. Die Transaktion wurde Mitte Februar vereinbart und wartet nun auf den Vollzug.

Anwälte verdienen gut, Banker besser

So stattlich die Anwaltshonorare wirken, die Investmentbanken spielen in einer anderen Liga. Wells Fargo, Barclays und JPMorgan teilen sich 82,9 Millionen Pfund für die Beratung von Schroders. BNP Paribas erhält auf Käuferseite rund 20 Millionen Pfund. Die Rechtsberater bekommen also weniger als ein Drittel dessen, was an die Finanzberater fließt.

Branchenübliche Dimensionen

Der Schroders-Deal reiht sich ein in eine Serie teurer öffentlicher Übernahmen. Bei Qualcomms Kauf von Alphawave im vergangenen Jahr summierten sich die Anwaltskosten auf 32 Millionen Pfund, mit Paul Weiss und Linklaters als führenden Kanzleien. Die Übernahme des Autozulieferers Dowlais durch American Axle schlug mit 36 Millionen Pfund zu Buche, verteilt auf A&O Shearman und Slaughter and May. Blockbuster-M&A bleibt ein einträgliches Geschäft für die beteiligten Berater.