Die Boston Consulting Group baut in Deutschland ein spezialisiertes Rapid-Value-Team auf, das innerhalb von sechs bis neun Monaten Cash- und Kostenstrukturen in PE-Portfoliounternehmen verbessern soll.
Die Boston Consulting Group (BCG) stellt in Deutschland eine neue Einheit für Interim Management in Vorstands- und Geschäftsführungsrollen auf. Das Angebot unter dem Namen Rapid Value & Cash (RVC) richtet sich vornehmlich an Private-Equity-Portfoliounternehmen sowie mittelständische Betriebe und kombiniert Führungskräfte mit operativer Unternehmenserfahrung mit BCG-Experten, die stark auf Künstliche Intelligenz setzen. Das Team startet mit rund einem Dutzend Beratern und ist in der Praxisgruppe Transform angesiedelt, die Senior Partner Jochen Schönfelder in der BCG-Region Zentraleuropa leitet. Mittelfristig strebt Schönfelder einen Ausbau auf rund 100 Berater an.
RVC zielt darauf ab, innerhalb von sechs bis neun Monaten die Finanzlage eines Unternehmens spürbar zu verbessern. BCG-Zentraleuropachef Michael Birgl nannte als typisches Einsatzszenario Projekte, in denen eine Beteiligungsgesellschaft den Exit aus einem Portfoliounternehmen vorbereitet. Explizit abgegrenzt wird RVC von klassischen Restrukturierungsmandaten: Chief Restructuring Officer werden nicht gestellt. Nach dem Deutschland-Start plant BCG, das Interim-Management-Angebot als nächstes in Frankreich zu lancieren. BCG erzielte im Geschäftsjahr 2025 weltweit einen Umsatz von 14,4 Mrd. US-Dollar, ein Plus von rund 7 Prozent; KI-Projekte machten mehr als 40 Prozent des Umsatzes aus.




