Blackstone erwägt den Verkauf von über 2 Milliarden US-Dollar an Fondsbeteiligungen aus seinem Strategic-Partners-Sekundärportfolio über eine Collateralised Fund Obligation und reagiert damit auf die anhaltende Liquiditätskrise im Private-Equity-Markt.
Blackstone plant laut Financial Times, mehr als 2 Milliarden US-Dollar an Beteiligungen aus Leveraged-Buyout-Fonds in Anleihen zu bündeln und an Investoren mit unterschiedlichen Risikoprofilen zu verkaufen. Die CFO-Struktur öffnet die Transaktion insbesondere für Versicherungsgesellschaften, die regulatorisch keine direkten PE-Fondsbeteiligungen halten können, aber bewertete Wertpapiere kaufen dürfen. Das CFO-Issuance-Volumen erreichte 2025 mit 25,9 Milliarden US-Dollar einen Rekord gegenüber 4,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021; bei einem Volumen von 2 Milliarden US-Dollar würde das Vorgehen zu den größten CFOs in der Geschichte des Marktes zählen.
Die Transaktion illustriert ein Paradoxon: Sekundärfonds, die institutionellen Investoren Liquidität bereitstellen sollen, geraten selbst unter Liquiditätsdruck. Ausschüttungen als Anteil des NAV fielen 2025 auf 9 Prozent, den niedrigsten Stand seit 2010; die Branche sitzt auf rund 4 Billionen US-Dollar unverkaufter Assets. Ob Blackstone den CFO-Weg beschreitet oder einen konventionellen Sekundärverkauf wählt, ist laut FT noch nicht entschieden; die Nachfrage ist nicht mehr garantiert, da der starke Emissionsanstieg Investoren selektiver gemacht hat.




